Erdbeben Bohol: Zahl der Toten steigt auf 97

16. Okt. 2013 – Die Zahl der Todesopfer des Erdbebens vom 15. Oktober in den Central Visayas, stieg auf mindestens 97, wobei die Provinz Bohol, wo das Epizentrum lag, die meisten Opfer berichtet. Bis gestern Abend lag die Zahl der Toten allein in Bohol bei 87. In Cebu starben 9 und aus Siquijor wurde ein Todesopfer gemeldet.

Eins der am schwersten betroffenen Gebiete ist die Küstenstadt Loon in Bohol, wo mindestens 18 Menschen durch Erdrutsche in ihren Häusern begraben wurden. Loon liegt etwa 20 Kilometer vom Epizentrum des Erdbebens entfernt. Die Zahl der Verletzten in Bohol wird auf mindestens 200 geschätzt. Der Katastrophenschutz vermeldete auch mindestens 9 Tote aus Cebu und 54 weitere verletzte Personen.

DKB-Partnerprogramm

Das Erdbeben ereignete sich morgens um 8:12 Uhr und lag 2 Kilometer südöstlich von Carmen, Bohol (9,80°N, 124,20°O). Das Epizentrum des Bebens war in einer Tiefe von 33 Kilometern und tektonischen Ursprungs, sagte das ‚Philippine Institute of Volcanology and Seismology‘ (PHIVOLCS). Das Erdbeben war in den ganzen Visayas zu spüren und wurde selbst in Mindanao und Teilen des südlichen Luzons wahrgenommen. Bis gestern Abend 18 Uhr wurden mehr als 200 Nachbeben von PHIVOLCS registriert.

Laut den Behörden, könnte die Zahl der Todesopfer noch weiter steigen, da der Katastrophenschutz damit kämpft, in die am schlimmsten betroffenen Gebiete von Bohol vorzudringen. Viele der Straßen sind unpassierbar und seit dem Erdbeben ist die Stromversorgung unterbrochen. Dennoch äußerten sich viele erleichtert, dass das Beben an einem Feiertag stattfand, da sich dadurch weniger Menschen in den beschädigten Gebäuden aufhielten.

Für die Provinzen Bohol und Cebu wurde, bereits wenige Stunden nach dem Erdbeben der Notstand durch ihre jeweiligen lokalen Regierungen erklärt. Dies erfolgte mit der Zielsetzung, die betroffene Provinz oder Stadt, für die der Notstand erklärt wurde, schneller helfen zu können. Den Behörden wird so ermöglicht, ohne Einhaltung normaler Dienstwege, benötigte Materialien und Dienste in die betroffenen Gebiete zu bringen. Gelder aus dem „Notstandstopf“ wurden bereitgestellt, die Preise für Grundnahrungsmittel eingefroren, auch werden keine Darlehen gewährt werden und erweiterte Befugnisse wurden an Beamte und Behörden erteilt.

Tintenwelt - Ihr Shop für Tintenpatronen und Toner

Das NDRRMC (Katastrophenschutz) berichtete außerdem von Schäden in den See- und Flughäfen, an öffentlichen Gebäuden, Krankenhäusern, Schulen und weiterer Infrastruktur, vor allem in Bohol und Cebu. So wurden Telekommunikationsverbindungen und Strom unterbrochen, die wichtigsten Geschäftsabläufe in der Luftfahrt, der Schifffahrt und den Unternehmen gestört. Aus Cebu wurden gleich wie in Bohol, auch von Erdrutsche berichtet und massiven Gebäudeschäden berichtet.

Massenpanik wurde aus den Städten Pinamungajan und Toledo City berichtet. Die Panik brach während der Auszahlungen des ‚Conditional Cash Transfer‘ (CCT) Programms auf. Dabei starb ein Kind und 15 weitere Personen wurden in den beiden Vorfällen verletzt.

Die Katastrophe ereilte auch zahlreiche antike Kirchen, insbesondere die Sto. Niño Basilika in der Innenstadt von Cebu City und die Loboc Church in Bohol. Viele der zerstörten Strukturen waren unter Denkmalschutz. Die Nationale Kommission für Kultur und Kunst skizzierte einen Plan, um die Schäden aufzunehmen und eine Restaurierung in Abstimmung mit den anderen Behörden durchzuführen.


Quelle u.a.: www.rappler.com/nation/41438-central-visayas-oct-15-quake-death-toll