Banditen als Wahlhelfer?

10. Okt. 2013 – Mindestens 11 Barangays in vier Gemeinden der Provinz Cebu wurden von der Polizei unter besondere Beobachtung vor den Wahlen (EWAS – Election Watchlist Areas) gesetzt, wegen intensiver politischer Rivalität.

Die Polizei meldete weiter, dass sie drei potenziellen Privatarmeen (PAG – Private Armed Group) überwacht, im mittleren Westen, im Süden und in nördlichen Gebieten der Provinz, von denen sie annimmt, bei den kommenden Barangay Wahlen, Kandidaten zu „unterstützen“.

Der Polizeichef der Provinz Cebu, Supt. Noel Gillamac, kündigte an, dass sie auch überprüften, ob PAG Mitglieder selbst für ein öffentliches Amt am 28. Oktober kandidierten. „Falls sich der Verdacht bestätigt, werden wir nicht zögern, diese zu verhaften und eine Klage gegen sie zu erheben.“, sagte Gillamac.

Erst vor kurzem, beobachtete die Polizei 40 verdächtig aussehende Männer im Norden Cebus, die nicht aus der Gegend stammten. Der Wahlleiter der Provinz Cebu, Atty. Lionel Marco Castillano berichtete, 11 Barangays seien basierend auf Geheimdienstbeobachtungen unter EWAS gestellt worden.

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Es handle sich dabei um die Barangays Pitalo, Panadtaran, Bugho und Tongo in der Stadt San Fernando; Poblacion und Sima in der Stadt Dumanjug; Sumon und Candabong in der Stadt Tuburan sowie Cantubaon und Canduangon in der Stadt Tabuelan.

Castillano sagte, dass abgesehen von der politischen Rivalität, die genannten Orte in die Liste aufgenommen wurden, aufgrund der vorhandenen Bedrohung. Er sagte, die Anzahl der Barangays in der Liste, steige oder sinke je nach politischer Aktivität, vor allem, wenn politische Aspiranten, sich kurzfristig zur Kandidatur entschließen würden.

Allerdings bestritt der regionale Geheimdienst, dass es Privatarmeen in Central Visayas gäbe. Ihr Leiter Pablo Labra meinte, sie würden acht kriminelle Banden beobachten, die jedoch potenzielle PAGs werden könnten, da Politiker diese für die Wahlen anheuerten.

„Wir stellen Teams zusammen, um sie aufzuspüren. Wenn sie noch da sind und sich an illegalen Aktivitäten beteiligten, dann werden wir Anklage gegen sie einreichen. Wir verhindern, dass sie sich zu Privatarmeen entwickeln.“, sagte Labra. Von den acht kriminellen Banden, befinden sich 3 in Cebu, 3 in Negros Oriental und 2 in Bohol.

Labra meinte, dass sie früher 12 dieser Banden aufführten, aber vier entweder neutralisiert wurden oder schließlich von selbst inaktiv wurden. Wenn diese zwei Jahre lang inaktiv, also ohne illegale oder terroristische Aktivitäten wären, dann würden sie vom Geheimdienst für aufgelöst erklärt.


Quelle u.a.: http://www.philstar.com/cebu-news/2013/10/10/1243563/police-place-11-cebu-barangays-watchlist