Alltag an öffentlichen Schulen: illegale Geldsammlungen und abwesende Lehrer?

18. Sep. 2013 – Mehrere Eltern von Schülern der 5. Klasse der ‚Curva Elementary School‘ in Medellin (Cebu), beschwerten sich beim Provinzbüro des Bildungsministeriums (DepEd) wegen eines Lehrers, der angeblich die Schüler misshandelt.

Eine Mutter, Elinita Enacleto sagte, ihr Sohn, der jetzt in der 7. Klasse sei, war ein Schüler des Beschuldigten Heremias P. Laut Enacleto erlitt ihr Sohn Prellungen, nachdem P. ihm zweimal in den Rücken schlug. Als Enacleto P. konfrontierte, sagte der Lehrer, ihr Sohn kratze die Bemalung im Klassenzimmer von der Wand, so dass er ihm einen Schlag verabreichte und von ihm die Zahlung von 50 Pesos für den Schaden verlangte.

Dr. Arden Monisit vom Bildungsministerium sagte, die Prügelstrafe werde in seinem Zuständigkeitsbereich nicht geduldet. Er sagte, es sei besser mit den Minderjährigen zu sprechen und sie ihre Fehler erkennen lassen.

Eine andere Mutter, Marilou Angga, sagte P. würde auch Geldbeträge von den Schülern fordern. Der letzte Fall stamme vom Juli, als er von den Schülern 15 Pesos verlangte. In der folgenden Woche forderte P. angeblich erneut 10 Pesos. P. behauptete gegenüber den Schülern, dass die Mittel für verschiedene Aktivitäten zur Feier des ‚Nutrition Months‘ verwendet würden.

DKB-Partnerprogramm

Monisit stellte klar, dass das DepEd keine Beiträge für den „Ernährungsmonat“ erhebt, da seine Behörde Mittel für alle Aktivitäten an den Schulen bereitstelle. Allerdings gäbe es genehmigte freiwillige Spendenaktionen, die vom Roten Kreuz und den Pfadfindern durchgeführt werden.

Die Eltern beschwerten sich auch darüber, dass der Lehrer oft nicht anwesend sei und nur zwei- oder dreimal in der Woche die Klasse unterrichtete. Die Eltern äußerten die Befürchtung, dass ihre Kinder bei dem Lehrer zu wenig lernen würden.

Monisit sagte, wenn ein Lehrer einen Tag fehle, muss die Schule einen Ersatzlehrer abstellen, damit keine Zeit verloren geht. Wenn ein Lehrer für einen längeren Zeitraum ausfällt, dann sollte ein permanenter Ersatzlehrer dies bewerkstelligen.

Monisit will eine Untersuchung durchführen, um alle Beschwerden der Eltern zu prüfen. Falls seine Schuld bewiesen wird, fliegt P. aus dem Schuldienst.


Quelle u.a.: http://www.abs-cbnnews.com/nation/regions/09/17/13/teacher-hot-water-over-abuse-school-fees