Untergang der ‚Thomas Aquinas‘: bisher 32 Tote, 58 Vermisste

18. Aug. 2013 – Die Suchaktion nach Überlebenden wurden gestern Nachmittag wegen der starken Regenfälle und starker Wellen in der Nähe von ‚Lawis Ledge‘ in Talisay City, wo die ‚MV St. Thomas Aquinas‘ mit 841 Menschen an Bord im Meer versank, vorübergehend unterbrochen.

Um 17 Uhr vermeldeten gestern Beamte der philippinischen Küstenwache, den Zwischenstand der Thomas Aquinas Katastrophe mit mindestens 32 Toten und 58 Vermissten, während 751 Personen (645 Passagiere und 106 Besatzungsmitglieder) gerettet wurden.

Die 11.405 Tonnen Fähre ‚St. Thomas Aquinas‘, die gerade in den Hafen von Cebu einlaufen wollte, versank binnen Minuten, nachdem sie mit dem 9.691 Tonnen Frachtschiff ‚Sulpicio Express Siete‘, kollidierte. Die 36-köpfige Besatzung an Bord des Frachtschiffes, das nach Davao unterwegs war, blieb dabei unverletzt.


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Der Kapitän der Fähre gab sein Schiff auf, als es in Schlagseite geriet. Viele Passagiere sprangen mit Rettungswesten ins Meer. Aber viele waren noch in dem Schiff eingeschlossen, als es in der Tiefe des Meeres versank. Auch wird befürchtet, dass rund 140.000 Liter Kraftstoff aus dem Schiff in die Gewässer Cebus auslaufen könnten.

Taucher, die vier Leichen aus dem Wrack bargen, etwa zwei Kilometer von der Küste entfernt, fanden diese in Kraftstoff und Öl treibend, das aus der Fähre drang. Die Küstenwache will weitere Taucher mit Tiefsee-Ausrüstung zur Suche nach Opfern schicken. Die St. Thomas Aquinas, der Reederei ‚2Go‘ kam aus Nasipit und war nach Manila unterwegs, nach einem kurzen Stopp in Cebu.

In einer Erklärung, bestritt 2Go Unterstellungen, wonach das Schiff überladen gewesen sein soll, und belegte dies mit Dokumenten die zeigten, dass das Schiff 723 Passagiere und 118 Besatzungsmitglieder an Bord hatte sowie 104 20-Fuß Container.

Das Schiff habe eine Kapazität von 1.010 Passagieren und Besatzungsmitglieder sowie 160 20-Fuß Containern. Nach der Kollision habe die Besatzung der St. Thomas Aquinas, Rettungswesten an die Passagiere verteilt und erforderliche Notfall-Maßnahmen zum Verlassen des Schiffs ergriffen. Zur gleichen Zeit schickten Schiffs-Offiziere ein Notsignal zur nächsten Küstenwache und forderten sofortige Rettungsmaßnahmen an.

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In einer separaten Erklärung, sagte der Besitzer des Frachters, die ‚Philippine Span Asia Carrier Corp.‘ (die vor ihrer letzten Schiffskatastrophe Sulpicio hieß und sich anschließend einfach umbenannte!), das Management habe beschlossen, keine Aussagen zu tätigen, bevor keine offizielle Untersuchung durchgeführt wurde und diese Ergebnisse veröffentlicht wurden.

„Wir möchten jedoch betonen, dass unsere Besatzung 183 Passagiere und 33 Besatzungsmitglieder des gesunkenen Schiffs rettete und wir alles taten, was wir konnten, um bei der Rettung zu helfen.“, hieß es.

Bisher ist noch unklar, welches Schiff sich auf der falschen Seite der Meerenge befand. Die Fähre war 40 Jahre alt und war früher im Besitz von Super Ferry. 2Go erwarb das Schiff im Jahr 2011 nach der Fusion mit Negros Navigation, Aboitiz Transport und der 2Go Gruppe.

In der Zwischenzeit wurde bis auf weiteres beiden Reedereien jeglicher Schifffahrtsbetrieb untersagt.


Quelle u.a.: http://newsinfo.inquirer.net/467939/32-dead-58-missing-in-cebu-sea-mishap