Taiwan hebt Sanktionen gegen PH auf

10. Aug. 2013 – Taiwan hob seine Sanktionen gegen die Philippinen am Donnerstag auf, nachdem sich Manila für die tödlichen Schüsse auf einen taiwanischen Fischer entschuldigte und den Untersuchungsbericht veröffentlichte, der u.a. die Empfehlung einer Mordanklage gegen acht Mitglieder der Küstenwache enthielt.

„Die Regierung von Taiwan gibt bekannt, dass die Sanktion gegen die Philippinen aufgehoben sind, unmittelbar nach der philippinischen Entschuldigung und ihrer Goodwill Erklärungen sowie gezeigten Maßnahmen.“, erklärte das Außenministerium Taiwans.

Der Schritt wurde ermöglicht, nachdem Amadeo Perez, Vorsitzender des Wirtschafts- und Kulturbüros Manilas (stellvertretend für den nicht existenten Botschafter), nach Taiwan flog und eine „offizielle Entschuldigung“ im Namen Präsident Aquinos überbrachte.

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Die Spannungen hatten sich verschärft, nachdem die philippinische Küstenwache am 9. Mai einen 65-jährigen taiwanischen Fischer kaltblütig ermordete. Dieser befand sich in Gewässern nahe Batanes, die gleichermaßen von Taiwan und den Philippinen beansprucht werden.

Perez reiste nun in die kleine südliche Hafenstadt Hsiaoliuchiu, um die Familie des Getöteten zu treffen. Er entschuldigte sich im Namen der Nation und schüttelte der Witwe die Hände. Laut dem Außenministerium Taiwans, haben die Familie und die philippinische Regierung eine Entschädigung vereinbart, deren Höhe ungenannt blieb.

Ebenso hieß es, dass Manila auch Gesprächen zu einem Fischereiabkommen zustimmte, um weitere Tragödien wie diese zu vermeiden. Die philippinischen Behörden sagten am Mittwoch, sie hätten Mordanklage gegen acht Filipinos der Küstenwache empfohlen. Vorherige Entschuldigungen von Präsident Aquino wurden von der Regierung Taiwans abgelehnt, da sie den Tod des Fischers als „unbeabsichtigt“ bezeichneten.


Quelle u.a.: www.rappler.com/nation/35997-taiwan-removes-ph-sanction-after-apology