50% des Pork gehen in private Taschen – Die große Korruption bleibt

5. Aug. 2013 – Niemand will den Pork Barrel abschaffen, da so viele vom Diebstahl der Gelder profitierten, sagte Senatorin Miriam Defensor Santiago.

„Alles, was mit dem Pork Barrel in Berührung kommt wird dreckig und versaut … das ist schmutzige Politik.“, sagte Santiago nachdem sie in der vergangenen Woche versuchte, einen Antrag zur schrittweisen Abschaffung des Porks zu stellen. Santiago sagte, der Pork Barrel – offiziell auch unter dem wohlklingenderen Namen „Priority Development Assistance Fund“ bekannt – sei eine Massenvernichtungswaffe für öffentliche Mittel.

„Die Hälfte des Pork Barrels wandert zurück in die eigenen Taschen der Politiker, der Senatoren und Kongressabgeordneten und sogar der Bürgermeister und Gouverneure. Alle von ihnen erhalten Pork, lediglich unter anderen Namen.“, sagte Santiago. Sogar der Präsident habe Pork, der als der „Sozialfond des Präsidenten“ bekannt ist.

Santiago sagte, sie selbst habe ihr Pork Barrel nicht abgelehnt, damit es nicht in die falschen Hände gerät oder in anderen Worten, „in den Taschen ihrer Kollegen.“ Im Senat zum Beispiel, würde ein abgelehnter Pork Barrel nicht dem Staat zurückgegeben werden, sondern er wird unter den verbleibenden Senatoren aufgeteilt.

Selbst ein Vorschlag zur Rückgabe des herrenlosen Porks an die Staatskasse, würde nicht ausreichen. „Wir wissen nicht, wohin das Geld geht. Es wird gestohlen!“, sagte sie.

Weiter sagte sie, die beste Lösung wäre, Pork abzuschaffen. Aber die Abgeordneten, die das beschließen müssten, werden das nicht unterstützen, da sie ja nicht den Ast absägten, auf dem sie sitzen. „Vorher werden sie gegen den Präsidenten revoltieren.“, sagte Santiago.

Also bleibt alles schön so wie es schon immer war: die große Korruption bleibt erhalten und wird erst gar nicht bekämpft, während ein paar auflodernde Skandale blitzschnell unter den Teppich gefegt werden.


Quelle u.a.: http://manilastandardtoday.com/2013/08/05/heres-why-pork-wont-be-scrapped/