Manila Bay: Ölpest mit ungeklärter Ursache

10. Aug. 2013 – Eine Ölpest brachte Teile der philippinischen Fischereiwirtschaft, entlang der Küste der Manila Bay, zum Erliegen.

Tote Fische trieben auf dem Wasser und einigen Bewohnern war von den Ausdünstungen übel, da schätzungsweise 500.000 Liter Öl einen Schlick-Teppich 20 Kilometer vor der Küste der Manila Bay verursachten.

„Viele unserer Bewohner fühlen sich krank.“, berichtete ein Barangay Captain eines Fischerdorfes in der Nähe der Ölpest. „Der Preis von Fisch und Muscheln ist zusammengebrochen. Auch diejenigen, die weit draußen auf dem Meer fischen, sind betroffen, da die Fische das Öl riechen und weg schwimmen.“

Die Behörden vermuten, dass entweder ein Leck an einem Öl-Terminal in der Manila Bay die Ölpest verursachte oder ein Schiff das Öl „verlor“.

Die Küstenwache berichtete, dass sich der Schlick eine Fläche von rund 300 Quadratkilometern bedecke. Aufgrund seiner Größe, habe man den Öl-Teppich noch nicht unter Kontrolle.


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Derzeit seien 40.000 Menschen, die von der Fischerei lebten, vorübergehend ohne Arbeit. Die Behörden haben ein Notfall-Programm „food-for-work“ gestartet, in dem die Fischer und ihre Familien bei der Beseitigung des Öls helfen und mit Reis und Konserven von der Behörde bezahlt würden.

Die Bewohner sammelten mit Flaschen und anderen improvisierten „Schöpfgeräten“ das Öl aus dem Wasser. „Auch die Kinder helfen dabei. Wir haben sie allerdings gebeten, Gesichtsmasken zu tragen.“

Mindestens zwei Bewohner wurden am Donnerstag ins Krankenhaus gebracht und mit Sauerstoff beatmet, jedoch ginge es beiden wieder gut.

Inzwischen berichtete die Küstenwache, dass vermutlich ein Leck in einem Tanker, der Kraftstoff zu einem Tanklager lieferte, für die Ölpest verantwortlich sei. Die ‚M/T Makisig‘ mit einer Kapazität von 34.000 Barrel wurde beschlagnahmt und seine Besatzung verhaftet.

Allerdings fanden später Taucher der Küstenwache, an der Anlegestelle des Rosario Öl-Terminals, das von der Petron Corp. betrieben wird, ein undichtes Rohr unter Wasser. Allerdings betonte Petron inzwischen, dass ihre Pipeline in Ordnung sei.


Quelle u.a.: www.rappler.com/nation/36056-dead-fish-manila-bay-oil-spill