Holländer bleibt uneinsichtig bis zur Deportation

8. Aug. 2013 – Der Holländer, der bei Präsident Aquinos SONA demonstrierte und einen Polizisten zum weinen brachte, wurde am Mittwoch deportiert.

Am Tag zuvor verhinderte die Einwanderungsbehörde die Ausreise des Holländers Thomas van Beersum. So setzte ihn die Behörde für 30 Stunden unter Arrest, nur um ihm seine Ausweisungsverfügung zu präsentieren, die er wegen des Verstoßes gegen die Bedingungen seines Touristenvisums und seinen Eingriff in politische Aktivitäten erhielt.

Die Einwanderungsbehörde verfügte, er sei ein „unerwünschter Ausländer“ und setzte seinen Namen auf die „Blacklist“.

Bevor er das Land verließ, sagte der Holländer, er bereue nicht an der Demonstration gegen die Regierung teilgenommen zu haben und dass er, sobald sein Namen von der Blacklist genommen werde, wieder auf die Philippinen gehen würde, um an Menschenrechts-Kundgebungen teilzunehmen.

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In seinem letzten Beitrag auf seinem Facebook-Account, schreibt Van Beersum:

„… Ich wurde rund 30 Stunden auf dem Flughafen festgehalten, nur damit die Einwanderungsbehörde mich abschieben konnte. Diese Schikanierung erfolgte offensichtlich, um die Menschen von den eigentlichen Problemen des Landes, wie der beinahe totalen Beherrschung der Wirtschaft durch ausländische Kapitalisten und der Komplizenschaft der Comprador Marionetten wie Aquino, abzulenken. Und nicht zu vergessen die Menschenrechtsverletzungen unter der Aquino-Regierung mit bisher 142 dokumentierten Fällen außergerichtlicher Tötungen und 164 versuchten Morden, 16 Fällen von Verschwindenlassen, 76 Fällen von Folter und 293 Fällen von illegalen Verhaftungen.

Ich danke den Menschen und Gruppen, die mich unterstützt haben und obwohl ich auf die schwarze Liste gesetzt wurde, werde ich immer den gerechten Kampf des philippinischen Volkes nach sozialer und nationaler Befreiung unterstützen. Mabuhay!“

Anmerkung:
Da hat einer wohl zwei Dinge nicht verstehen wollen, in seiner kommunistisch geschulten Denkweise.

1. Die philippinische Wirtschaft befindet sich in den Händen von philippinischen Dynastien (Oligarchen), auch wenn sich dies bei den „Klassenkämpfern“ nicht so gut anhört, wie die „ausländischen Kapitalisten“.

2. Kein Filipino, außer ein paar wenigen kommunistischen Sympathisanten, fand die Aktion Van Beersums als gewünscht. Alle politischen, wie gesellschaftlichen Gruppen zeigten sich geschlossen, in der Ablehnung seiner politischen Einmischung.
Wer darauf besteht, arm und ungebildet zu bleiben bzw. andere Hilfen ablehnt, wird auch dann nicht glücklicher, wenn man ihm die mit Gewalt einhämmert.


Quelle u.a.: http://globalnation.inquirer.net/82693/dutch-activist-in-sona-protest-leaves-philippines