Fraport AG: Gibt’s jetzt die zugesprochene Entschädigung?

9. Aug. 2013 – Das Berufungsgericht (CA – Court of Appeals) hat die Regierung aufgefordert, der ‚Philippine International Air Terminals Co. Inc.‘ (PIATCO) über 371 Mio. US$ als Entschädigung für die Enteignung des ‚Ninoy Aquino International Airport Terminal 3‘ (NAIA-3) zu zahlen, bei der die deutsche Fraport AG um große Beträge betrogen wurde.

In seinem 30-seitigen Urteil vom 7. August änderte das CA das Urteil des Gerichts in Pasay vom Mai 2011, das damals die Regierung zur Zahlung von 116,35 Mio. US$, ohne Zinsen aufforderte. Das Berufungsgericht verlangt nun von der Regierung, PIATCO 371,43 Mio. US$ zu zahlen, worin 6% Zinsen pro Jahr enthalten sind.

Der Schadenersatz wird demnach auf 300.206.639,00 US$ festgelegt. Abzüglich der Zahlung vom September 2006 in Höhe von 59.438.604,00 US$ verbleiben 240.768.035,00 US$ zuzüglich der Zinsen über jährlich 6%, was zu dem oben genannten Betrag führt.

„Die Republik wird daher angewiesen, PIATCO einen Schadenersatz in Höhe von 371.426.688,24 US$ zu zahlen, einschließlich der bis zum 31. Juli 2013 erreichten Zinsen.“ lautet das Urteil.

PIATCO und sein deutscher Partner Fraport AG sackten zunächst den Auftrag für den Bau des NAIA-3 im Jahr 1997 ein. Die Philippinen annullierten jedoch den Vertrag im Jahr 2002, über Vorwürfe wegen Verstoßes gegen das ‚Anti-Dummy Law‘. Rechtliche und strukturelle Fragen ließen das Flughafen-Terminal 6 Jahre ungenutzt.

NAIA-3 eröffnete im Jahr 2008 mit der halben Kapazität. Verkehrsminister Joseph Emilio Abaya sagte, das Terminal soll Dezember 2013 zu 100% einsatzfähig sein.


Quelle u.a.: www.rappler.com/business/35918-govt-piatco-just-compensation-naia-3