„Und wer schützt das Volk vor den Folgen der Eheanbahnung?“

26. Aug. 2013 – Heiratsvermittlung oder die Eheanbahnung zwischen „Ausländern“ und philippinischer Frauen übers Internet, soll zum Verbrechen erklärt werden. Zumindest laut einem vorgeschlagenen Gesetz, nach dem das ‚Anti-Mail Order Bride‘ Gesetz angepasst werden soll.

Die Abgeordnete Cinchona Cruz-Gonzales, schlug die Gesetzesänderung vor und erklärte Dienstleistungen rund um die Eheanbahnung herum für illegal in den Philippinen, die laut dem ‚Anti-Mail Order Bride‘ Gesetz aus dem Jahr 1990, allerdings sowieso strafbar sind.

Cruz-Gonzales meinte, Dienstleistungen zur Eheanbahnung florierten derzeit auf verschiedenen Websites und hätten weitgehend die traditionellen Papier-basierten Kleinanzeigen ersetzt.

„Eine neue Ära der professionellen Prostitution oder der High-End-Pornografie über das Internet, würde nicht nur die Integrität philippinischer Frauen herabsetzen, sondern die des ganzen Landes!“, sagte Cruz-Gonzales.

„Philippinische Frauen werden von Verbrecherbanden ernsthaft missbraucht, die mit der Ware ‚Frau‘ Geschäfte machten, entweder über das Internet, Websites oder anderen schriftlichen Materialien.“, meinte die Dame.

Wenn es nach Frau Cruz Gesetzentwurf geht, sollen Zuwiderhandlungen mit einer Freiheitsstrafe von 20 Jahren und einer Geldstrafe von bis zu 100.000 Pesos belegt werden. Ausländische „Straftäter“ sollen außerdem nach ihrer Strafverbüßung und Zahlung ihrer Geldbuße abgeschoben werden und nie mehr das Land betreten dürfen.

Die Maßnahme bestraft auch philippinische Frauen, die sich freiwillig bei einer Heiratsvermittlung engagierten.

(Anm.: man könnte fast glauben, es gäbe sonst keine Probleme im Land und der Pork-Skandal drehe sich um Spielgeld. Oder will da etwa jemand davon ablenken?)


Quelle u.a.: http://www.journal.com.ph/index.php/news/national/56926-criminalize-online-matchmaking