Cebu Schiffskollision: bisher 55 Todesopfer, Streit um Ursache

20. Aug. 2013 – Weitere Todesopfer des gesunkenen Schiffes MV St. Thomas Aquinas wurden am Montagnachmittag geborgen, womit die Gesamtzahl der Todesopfer der Schiffskollision bei Cebu vom vergangenen Freitag auf 55 stieg.

Jedoch werden noch immer 65 Passagiere vermisst, laut der philippinischen Küstenwache. Die Zahl der Geretteten der Schiffskollision blieb bei 750.

Die meisten der Opfer, die von den Tauchern gefunden wurden, befanden sich am Eingang des Schiffes. Die Taucher werden heute ihre Suche fortsetzen, nachdem sie wegen schlechtem Wetter gestern gestoppt wurden.

Die Kapitäne der beiden Schiffe beschuldigten sich inzwischen gegenseitig, die Schiffskollision verursacht zu haben. So sagte Reynan Bermejo, der Kapitän der MV St. Thomas Aquinas von 2Go, dass sich auf dem Weg zum Hafen nach Cebu, das ausgehende Schiff MV Sulpicio Express Siete, in der falschen Spur befand.

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Er behauptete weiter, dass trotz mehrerer Anrufe, das Schiff seinen Kurs nicht änderte, um die eingehende Spur freizugeben. Zur Vermeidung einer Schiffskollision entschied er sich darauf hin, den Kurs des eigenen Schiffes zu ändern. „Während unser Schiff die Seite wechselte, änderte der entgegen kommende Frachter plötzlich ebenso seinen Kurs, was die Kollision verursachte.“, wird Bermejo zitiert.

Aber Rolito Gilo, Kapitän der ‚MV Sulpicio Express Siete‘, behauptete das Gegenteil. Danach war die Fähre in der falschen Spur und reagierte nicht auf seine Anrufe. Da hier Aussage gegen Aussage steht, wird dies erst nach der Untersuchung des Unfalls geklärt werden können.

Die Provinz Cebu hat aufgrund der Ölpest, verursacht durch austretenden Kraftstoff und Öl des gesunkenen Schiffs, den Ausnahmezustand ausgerufen. Dies geschah mit der Absicht den Betroffenen schnell Mittel zukommen zu lassen. Dabei wurden die Mangroven-Plantagen und Fischzuchtanlagen stark betroffen, was sich auf den Lebensunterhalt der Fischer in der Gemeinde Cordova auswirkt.

Alle 13 Barangays von Cordova sind von der Ölpest betroffen. Die Fischer können deshalb derzeit nicht ihren Lebensunterhalt bestreiten.


Quellen u.a.: http://www.philstar.com/cebu-news/2013/08/20/1111131/cebu-sea-mishap-skippers-blame-each-other
und http://www.philstar.com/cebu-news/2013/08/20/1111081/following-massive-oil-spill-cebu-now-under-state-calamity
und http://newsinfo.inquirer.net/469187/cebu-ferry-death-toll-now-at-55