Wollte Verkehrsministerium 30 Mio US$ Schmiergeld erpressen?

20. Juli 2013 – Malacanang forderte den Botschafter der Tschechischen Republik, Josef Rychtar auf, seine Behauptung zu beweisen, dass ein Offizieller aus dem Verkehrsministerium (DOTC) 30 Millionen US$ Schmiergeld zu erpressen versuchte, für den Auftrag, Züge an die ‚Metro Rail Transit‘ zu liefern.

„Geben Sie uns die Beweise, wir werden das dann untersuchen.“ sagte der Präsidentensprecher Edwin Lacierda. „Wir fordern den tschechischen Botschafter auf, uns die Beweise zu präsentieren, damit wir untersuchen können.“

Lacierda widersprach auch Rychtars Behauptung, dass die tschechische Firma Inekon vom DOTC auf die ‚Blacklist‘ gesetzt wurde, nachdem sie sich weigerte das Schmiergeld, das auf 2,5 Mio. US$ reduziert wurde, zu zahlen. „Es ist nicht wahr, dass sie auf die Blacklist gesetzt wurden.“ sagte Lacierda.

Er sagte, Verkehrsminister Joseph Emilio Abaya traf Rychtar im April und Abaya wünschte sogar, dass Inekon sich an der Ausschreibung über 40 Bahnwagen beteiligt.

„Sicher ist, dass Inekon die Ausschreibungsunterlagen erhielt, aber aus irgendwelchen Gründen kein Angebot unterbreitete.“ räumte Lacierda ein. Inekon ist einer der Top-100-Unternehmen in der Tschechischen Republik und an Bahn-Projekten in mehreren europäischen Ländern und den Vereinigten Staaten beteiligt.

Der angebliche Erpressungsversuch durch Beamte vom Verkehrsministerium tauchte zuerst in Radioberichten auf, aber Ende letzten Monats kamen Nachrichten unter Berufung auf ungenannte Quellen auf, wonach Präsident Aquinos älteste Schwester Ballsy, ihr Mann Eldon Cruz, der ehemalige Transport Chef Pete Prado und der ‚First Philippine Holdings Corp.‘ Manager Steve Psinakis, von Inekon 30 Millionen US$ Schmiergeld forderten, damit sie den Auftrag erhalten.


Quelle u.a.: http://manilastandardtoday.com/2013/07/20/palace-dares-envoy-prove-bribery-raps/
und http://business.inquirer.net/133475/dotc-denies-blacklist-of-czech-mrt-bidder