Taiwan-Konflikt: Aquino verzögert NBI Bericht zum Tod des taiwanischen Fischers

11. Juli 2013 – Die Regierung Taiwans sagte gestern, die verzögerte Veröffentlichung der NBI Untersuchung zum Tod eines taiwanischen Fischers, durch Malacañang, verhindert die Aufhebung des Einstellungs-Verbots für OFWs, was bis zum Monatsende etwa 10.000 Arbeitsplätze betrifft.

Taiwan und die Philippinen führten parallele Untersuchungen der Erschießung des Fischers durch die philippinische Küstenwache vom 9. Mai durch, was einen diplomatischen Streit zwischen den beiden Ländern auslöste und zu einem Einstellungs-Verbot von OFWs führte. Der NBI Bericht wurde Präsident Aquino bereits im letzten Monat vorgelegt, aber er wurde noch nicht veröffentlicht.

„Wir können jederzeit die Ergebnisse unserer Untersuchung veröffentlichen. Wir warten nur darauf, dass die philippinische Regierung die NBI Empfehlung verkündet und wenn diese akzeptabel ist, dann wird das Einstellungs-Verbot sofort aufgehoben werden.“ erklärte Andrew Lin von Taiwans ‚Economic and Cultural Affairs Office‘ in einer Pressekonferenz.

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„Seit über einem Monat liegt das Ergebnis Präsident Aquino vor und bis jetzt warten wir darauf die Ergebnisse unserer Untersuchung zu veröffentlichen, sodass wir jederzeit das Problem der OFWs beheben könnten.“ ergänzte Lin.

Taiwan hatte vier Bedingungen gestellt, das Einstellungs-Verbot von OFWs nach der Schießerei aufzuheben. Lin sagte, drei dieser vier Bedingungen wurden bereits gestrichen. Diese drei – eine Entschuldigung von der philippinischen Regierung, eine Entschädigung für den Tod des Fischers und ein Fischerei-Abkommen – würden bereits diskutiert.

„Diese Bedingungen werden nun ausgearbeitet. Aber worauf wir jetzt warten, ist die Bekanntgabe des Ergebnisses der NBI Untersuchung.“ sagte Lin, bezogen auf die letzte Bedingung. Er sagte, dass 6.000 Arbeitsgenehmigungen nach dem 15. Mai nicht bearbeitet wurden und 10.000 weitere zum Jahresende auslaufen.

Lin sagte, Malacañangs Entscheidung, die Freigabe der Empfehlungen zu verzögern, weckt Spekulationen der Bürger, insbesondere der Medien. Als Reaktion auf die taiwanischen Forderungen zur Veröffentlichung des NBI Berichts, sagte Präsidentensprecher Edwin Lacierda, Malacañang lasse sich nicht durch Taiwan unter Druck setzen, sondern werde dann veröffentlichen, wenn man es für richtig hält.


Quelle u.a.: http://globalnation.inquirer.net/80395/delay-in-release-of-nbi-report-stalls-lifting-of-hiring-freeze-says-taiwan