SSS: „Notwehr“ eines fast bankrotten Rentensystems

16. Juli 2013 – Das ‚Social Security System‘ (SSS: staatliches Rentensystem) hat die Anordnung ihres Managements, keine lebenslange Rente für Mitglieder zu zahlen, die im April mindestens 65 Jahre alt waren, aber nicht die erforderlichen 120 Monate an Beiträgen leisteten, ausgesetzt.

Wie es hieß, werden die Beschwerden der Mitglieder des SSS, die diese als „illegal“ und „unsensibel“ gegenüber der Not der Senioren beschrieben, überprüft werden. „Wir sind nicht unsensibel gegenüber der genannten Probleme und werden die Richtlinien vom vergangenen April überarbeiten.“

Das SSS hat 29 Millionen Mitglieder, die mehr als die Hälfte der gesamten Arbeitskräfte des Landes umfassen. Die umstrittenen Bestimmungen des SSS lauteten, dass die 65-jährigen Mitglieder innerhalb 90 Tagen freiwillig die Beiträge zur Komplettierung der 120 Mindestbeiträge zahlen müssen. Nach Ablauf der Frist vom 1. April bis zum 1. Juli, werden den Rentnern nur ihre Beiträge zurück erstattet.

Der Hintergrund dieser Maßnahme ist relativ einfach: das SSS hat schätzungsweise rund 1 Billion Pesos ungedeckte Verbindlichkeiten. Die Regelung versuchte die Rentabilität des Fonds zu schützen. Allerdings forderten mehrere Mitglieder des Repräsentantenhauses eine Kongress-Untersuchung zu diesem Thema, da man rund 2 Millionen Rentner damit vor den Kopf stoße.


Quelle u.a.: http://manilastandardtoday.com/2013/07/16/sss-suspends-controversial-pension-policy/