Saudi-Arabien verhaftet 18 demonstrierende Filipinos

5. Juli 2013 – Das Außenministerium (DFA) appellierte gestern an Filipinos in Saudi-Arabien, die Gesetze des Königreiches zu respektieren, nachdem am Dienstag in Riad 18 Filipinos beim Protestieren vor dem ‚Philippine Overseas Labor Office‘ (Polo) verhaftet wurden.

DFA-Sprecher Raul Hernandez sagte, die 18 verhafteten OFWs waren unter 35 Filipinos, darunter auch sieben Frauen und drei Kindern, die in einem Sitzprotest vor dem Polo in Riad (Saudi-Arabien), ihre beschleunigte Rückführung forderten.

„Angesichts dieses Vorfalls, möchten wir unsere Bürger auffordern, die Gesetze Saudi-Arabiens zu respektieren. Wir fordern ebenfalls Einzelpersonen und Gruppen dazu auf, unsere Landsleute nicht zu agitieren und sie stattdessen zu ermutigen, mit der philippinischen Botschaft, der Polo und den saudischen Behörden zusammenzuarbeiten.“ sagte Hernandez.

Massenveranstaltungen, wie Demonstrationen, sind unter dem saudischen Gesetz verboten. Die Teilnahme an solchen Aktionen gefährde nur ihre eigene Rückführung. Hernandez sagte, Polo Beamte und die saudische Polizei versuchten mehrere Male, auf die Gruppe einzuwirken, sich friedlich zu zerstreuen, aber die Demonstranten weigerten sich zu rühren.

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Weiter sagte er, die Gruppe habe dann versucht, in die Polo Räumlichkeiten einzudringen. Nach 23 Uhr am Dienstag, schritt die Polizei dann ein, um die Demonstranten zu entfernen. 18 Personen wurden zunächst verhaftet, wovon 15 wieder frei gelassen wurden und drei über Nacht in Haft blieben, da sie verdächtigt wurden, die Anführer des Protestes zu sein.

Die Frauen und Kinder wurden in die Notunterkunft der philippinischen Botschaft für OFWs gebracht, in der illegale OFWs auf ihre Rückführung warten.

Am Mittwoch stellte die philippinische Botschaft in Riad nochmal klar, dass die Verlängerung der Gnadenfrist für illegale Filipinos in Saudi-Arabien nicht für illegale Kinder von legalen Filipinos gelte. Für diese ende die Deadline am 7. Juli.

Die Botschaft ergänzte, dass entgegen der öffentlichen Wahrnehmung, es nicht einfach sei für diese eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten. Rund 400 betroffene Mütter müssten sich einem Verhör unterziehen, von denen aber erst 312 durchgeführt wurden.


Quellen u.a.: http://globalnation.inquirer.net/79755/dfa-calls-on-filipinos-to-respect-saudi-laws
und www.rappler.com/nation/32806-deadline-ofw-undocumented-kids-saudi