„Polizisten, bitte nicht die Dienstwaffe verkaufen!“

5. Juli 2013 – Polizisten, die gerade mit einer neuen halbautomatischen Pistole ausgestattet werden, wurden gewarnt, entlassen zu werden, wenn sie diese verkauften.

Die Glock Pistolen, die derzeit an Zehntausende von Polizisten verteilt werden, haben etwa einen doppelt so hohen Wert wie das Anfangsgehalt bei der ‚Philippine National Police‘ liegt, sodass man befürchtet, die Waffen am Ende auf dem Schwarzmarkt zu finden.

„Das ist eine sehr attraktive Waffe und viele skrupellose Geschäftsleute könnten daran interessiert sein, von ihnen diese zu erhalten.“ sagte Polizeisprecher Superintendent Reuben Sindac. „Damit kommen wir nur unseren Polizisten zuvor, nicht einmal darüber nachzudenken.“

PNP Chef Alan Purisima erteilte diese Woche diese Warnung an seine Offiziere, sie würden entlassen werden und wegen der Straftat des Missbrauchs von Staatseigentum belangt werden, wenn sie ihre Waffe verpfändeten.

Dieser Aufruf erfolgte, nachdem Präsident Aquino am Dienstag mitteilte, dass 75.000 Offiziere ihre Pistolen erhielten, nachdem sie seit Jahren ohne offizielle Dienstwaffe in den Dienst geschickt wurden.

Viele neue Rekruten der Polizei verschuldeten sich privat, um eine eigene Waffe zu kaufen und benötigten dann ihre ersten 3 Dienstjahre dazu, diese Schulden zurückzahlen zu können. Das niedrigste Monatsgehalt für einen Polizisten liegt um die 21.000 Pesos, etwa der Hälfte des Marktwertes der neuen Glock Pistolen.

Das Gehalt sei zwar oberhalb der Armutsgrenze, aber es lässt ihnen wenig Spielraum, neben dem Lebensunterhalt für ihre Familie. Den Polizisten eilt deshalb auch der Ruf voraus, korrupt zu sein, obwohl Korruption nach wie vor ein großes Problem in allen Bereichen der Regierung darstellt.


Quelle u.a.: www.rappler.com/nation/32909-cops-warned-vs-selling-new-guns