Mindanao: Vermögens-Verteilung vereinbart

16. Juli 2013 – Am Sonntag wurde nun doch der Anhang zur Vermögens-Verteilung unterzeichnet, was als wichtiger Schritt bei der Suche nach Frieden mit der ‚Moro Islamic Liberation Front‘ (MILF) angesehen wird, die einen unabhängigen islamischen Staat auf der rohstoffreichen Insel Mindanao errichten will.

Laut den unterzeichneten Bedingungen des Anhangs zur Vermögens-Verteilung, werden die Muslime einen Anteil von 75% der Einkünfte aus der Ausbeutung von metallischen Mineralien, wie Gold und Kupfer, erhalten. Sie erhalten auch 75% der Steuereinnahmen, während die Erträge aus fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Erdgas und Kohle, im Verhältnis 50-50 mit der Regierung in Manila aufgeteilt wird.

Das Ende des Konflikts soll dazu beitragen, dass Investoren in der Region, geschätzte ungenutzte Bodenschätze im Wert von 312 Mrd. $ fördern. „Die Schaffung von Wohlstand ist für den Bangsamoro Staat wichtig, wenn man bedenkt, dass das Gebiet eines der am wenigsten entwickelten in den Philippinen ist, wegen der seit Jahrzehnten anhaltenden Konflikte.“ hieß es in der Erklärung zur Vermögens-Verteilung.

Allerdings bleiben Hürden in Präsident Aquinos Plan, einen dauerhaften Frieden in der Region bis zum Jahr 2016 zu erreichen, wenn seine Amtszeit endet. Vereinbarungen müssen noch zur Machtteilung und Normalisierung erreicht werden, was bedeutet: die Abgabe der Waffen. Man schätzt, dass die MILF 11.000 bis 12.000 Kämpfer hat.

Die Regierung hat eine schlechte Erfolgsbilanz bei der Umsetzung von Friedensabkommen und die MILF ist verständlicherweise vorsichtig, ihre Streitkräfte zu früh zu schwächen. Aber selbst wenn sie einige Waffen aushändigen, werden diese kaum nach internationaler Praxis zerstört werden. Das Militär und die Polizei behalten lieber die Guten und es gibt eine gut dokumentierte Historie, der Abwanderung der Waffen von der Regierungsseite in den Schwarzmarkt.


Quelle u.a.: edition.cnn.com/2013/07/15/world/asia/philippines-rebels-deal/index.html