Der 10 Milliarden Pesos Betrug der „Pork Barrel Betrüger“ (Teil 5)

„Solange die Regierung da ist, gibt es Geld!“

16. Juli 2013 – Mit nur einer Liste von gefälschten Empfängern und Stiftungen, sowie gefälschten Unterschriften von Beamten, hat ein kleines Unternehmen Berichten zufolge, Milliarden Pesos staatlicher Mittel (Pork Barrel) in Schmiergelder verwandelt.

Seit fast einem Jahrzehnt hat Janet Lim-Napoles und ihre Firma, die JLN Group, eine Betrugsmasche betrieben, unterstützt von Beamten, einschließlich Kongress Abgeordneten und ist bislang ungestraft davon gekommen, dank ihrer umfangreichen Kontakte in die Regierung.

„Sie sagte uns, dass solange es die Regierung gibt, es auch Geld gäbe.“ berichtete Napoles ehemaliger Adjutant, Arthur Luy. Napoles und ihre Firma handelten mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen seit dem Jahr 2000, bis sie im Jahr 2003 eine schnellere Methode entdeckte, um an Geld zu kommen, sagte ihr ehemaliger Mitarbeiter in Erklärungen, gegenüber dem NBI.

Für solch hohe Summen war die Masche überraschend einfach. Das Geld, das die Stiftungen auf ihr Bankkonto erhielten, landete schließlich bei Napoles, um es zwischen ihr und den Abgeordneten aufzuteilen, deren Pork Barrel verwendet wurde.

Napoles sprach mit den Senatoren

Laut Merlina Suñas (59), ehemalige Buchhalterin von JLN, war es Napoles selbst, die mit den Senatoren oder deren Stabschef verhandelte.

Suñas selbst war bei JLN im „Spezielle Projekte“-Team, das den Betrug ausführte. Ein Teil ihrer Arbeit war es, eine Stiftung zu kreieren, deren Namen sie mit Unterstützung von Google zusammen stellte, bilde eine Liste von fiktiven Empfängern, hob das Geld ab und übergab es Napoles.

DKB-Partnerprogramm

So wie sie es auch mit anderen Mitarbeitern handhabte, ernannte sie Suñas zur Präsidentin der Dummy-Stiftung, die bei der ‚Securities and Exchange Commission‘ (SEC) registriert wurde, um Mittel empfangen zu dürfen. In den Fällen, in denen die Stiftung als Empfänger benannt wurde, hob Suñas das Geld von einer Bank in Greenhills, San Juan City ab und überbrachte es Napoles in ihrem Büro oder zu Hause.

„Wir bezeichneten es als ‚auf den Markt gehen‘. Wir stopften das Geld in einen Samsonite Trolley.“ sagte sie. „Die Bankangestellten kanntem mich und nannten mich bei meinem Vornamen. Sie fragten mich: ‚Wo stammt das her?‘ Wir sagten ihnen, das ist zur Zahlung von Lieferungen.“ Einmal hob sie rund 30 Millionen ab.

Rückerstattungen

Es war den JLN Mitarbeitern bekannt, dass Napoles und der Abgeordnete das Pork Barrel aufteilen würden, sagte Suñas. Wenn es keine Lieferung gab, erhielt der Senator oder Kongressabgeordnete eine „Rückerstattung“, rund 50 Prozent …

Fortsetzung:

Der 10 Milliarden Pesos Betrug der „Pork Barrel Betrüger“ (Teil 6)

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