Korruption in den Philippinen sank, aber … nur ein wenig

10. Juli 2013 – Entgegen Präsident Aquinos stetiger Selbstbeweihräucherungen über Erfolge beim Kampf gegen die Korruption, empfinden die Filipinos selbst, dass sich die Korruption im Land bestenfalls ein wenig verbessert hat, laut der in Berlin ansässigen ‚Transparency International‘.

Transparency International sagte, es befragte 114.000 Menschen in 107 Ländern in diesem Jahr und fand heraus, dass „Korruption auf einem sehr hohen Niveau weltweit verharrt“, wobei die Philippinen dabei keine Ausnahme machten.

Die Ergebnisse ihres weltweiten Korruptions-Barometers in diesem Jahr zeigte, dass 35% der Filipinos das Gefühl hatten, dass sich die Korruption in den letzten zwei Jahren „ein wenig verringerte“. Aber 19% sagten, dass unter der Präsidentschaft Aquinos, die Korruption sogar „sehr stark zugenommen habe“.

Die Polizei nahm den ersten Platz auf der Liste der korrupten Institutionen bei den Filipinos mit 69% ein. Behörden und deren Beamte lagen auf dem zweiten Platz mit 64%.

Die politischen Parteien wurden mit 58% ebenfalls als korrupt wahrgenommen, gefolgt von der Justiz, die von 56% als korrupt angesehen wurde. 52% glaubten, dass der Gesetzgeber selbst auch von Korruption betroffen sei.

19% der Filipinos sagten, dass mindestens ein Mitglied ihres Haushalts, innerhalb der letzten 12 Monate, Bestechungsgeld an die Polizei bezahlte. 13% sagten, sie bestachen jemand aus den Behörden für Registrierungen oder Genehmigungen und 10 Prozent sagten, sie hätten jemanden innerhalb des Justizwesens bestochen.


Quelle u.a.: http://newsinfo.inquirer.net/441719/transparency-international-corruption-in-ph-decreased-a-little-2