Armut: 120 Mrd. Pesos „Sozialhilfe“ ohne Wirkung

22. Juli 2013 – Zwei Studien haben gezeigt, dass das umstrittene ‚Conditional Cash Program‘ oder „Almosen für die Armen“, das in den letzten sechs Jahren 120 Milliarden Pesos verschlang, keine spürbare Verbesserung der Armut bei den Empfängern hinterließ, im Vergleich zu denen die nicht begünstigt waren.

Eine der Studien wurde von der Weltbank im Februar in Kooperation mit dem Sozialministerium gemacht. Die Vereinten Nationen machten eine ähnliche Studie, die in diesem Monat veröffentlicht wurde und die gleichen Ergebnisse zeigt.

Demnach sollte das Programm eingestellt und neu ausgerichtet werden, um damit Arbeitsplätze zu schaffen und Armut zu bekämpfen, nachdem das Sozialministerium eine weitere dramatische Erhöhung ihres Haushalts auf 88 Mrd. Pesos im Jahr 2014 von 56,15 Mrd. Pesos in diesem Jahr forderte.

„Also, warum die Mittel für ein Anti-Armuts-Programm erhöhen, wenn dies nicht zur Verringerung der Armut führt?“ Dennoch haben die Weltbank und die UN den Ausbau und die Erweiterung des Programms empfohlen. Dazu sollte man wissen, dass ein Teil der Mittel für das Programm aus Darlehen der Weltbank und der Asian Development Bank stammt.

„Das CCT ist das ‚Baby‘ der Weltbank, so dass diese weiterhin das Projekt fördert, auch wenn ihre eigene Studie zeigt, dass das Programm kaum etwas bewirkt.“ verlautete aus Kreisen von Kritikern des Programms.

Die Studie zeigte auch, dass es zwar eine positive Auswirkung auf die Schülerzahlen der jüngeren Kinder gibt (von der Vorschule bis zu 11 Jahren), was aber nicht für die älteren Kinder im Alter von 12-14 Jahren gilt. „In anderen Worten, Schulabbruch bleibt weiterhin ein Problem der Begünstigten.“


Quelle u.a.: http://manilastandardtoday.com/2013/07/22/p120-b-cct-hardly-made-a-dent-on-poverty/