Armut: Bekämpfung mit Sofortprogramm zur Verbesserung der Infrastruktur

6. Juli 2013 – Die Regierung plant, mehr als 10 Millionen Menschen in weniger als zwei Jahren aus der Armut zu führen und will einen dauerhaften Einfluss nehmen, auf eine der größten „Scheren zwischen Arm und Reich“ in Asien.

Die Regierung von Präsident Aquino hat sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der in Armut lebenden Menschen auf 16,6% bis Ende 2015, gegenüber 27,9% im letzten Jahr, zu reduzieren, laut dem Minister für soziale Wirtschaftsplanung, Arsenio Balisacan. „Es ist eine große Herausforderung. Wir haben einfach nicht den Luxus, um Zeit oder Ressourcen zu verschwenden.“ erklärte Balisacan.

Das ehrgeizige Ziel sei definiert, vor dem Ende Aquinos 6-jähriger Amtszeit. Es kommt nach dem das Wirtschaftswachstum, die Kredit-Rating-Upgrades oder der Rekord am Aktienmarkt, während der ersten Hälfte von Aquinos Amtszeit, an der armen Bevölkerung spurlos vorbei gingen. Denn trotz Wachstumsrate von 7,8% im ersten Quartal dieses Jahres, stieg die Arbeitslosenquote auf ein 3-Jahres-Hoch im April.

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Die Zahl der in Armut lebenden Menschen, definiert als leben von weniger als 62 US-Cent pro Tag, blieb auch weitgehend gleich. Im Jahr 2012 lebten etwa 27,9% der Bevölkerung des Landes in Armut, im Vergleich zu 28,8% und 28,6% im Jahr 2006 bzw. 2009. Das bedeutet, dass mehr als 25 Millionen derzeit in Armut leben. In den Philippinen klafft seit langer Zeit die „Schere zwischen Arm und Reich“ mit am weitesten in Asien, mit einer kleinen Anzahl von Familien, die Politik und Wirtschaft dominieren.

Nachdem nun die Aquino-Regierung scheiterte, mehr integratives Wachstum zu schaffen, sagte Balisacan, die Regierung müsse jetzt eine „Rekalibrierung“ vornehmen, um die Armen an dem Wirtschaftswachstum teilhaben zu lassen. „Wir lernen gerade die Lektion der letzten drei Jahre.“ ergänzte er.

Balisacan sagte, die Regierung werde jetzt stärker in die Infrastruktur investieren zur sofortigen Arbeitsplatzschaffung und um Regionen für Investitionen attraktiver zu machen. Die Regierung denkt dabei an Häfen, Airports und Straßen. Die Ausgaben für die Infrastruktur Investitionen sollen von 2,5% der philippinischen Wirtschaft in 2012, auf 5% im Jahr 2016 steigen, laut Balisacan.

Er sagte, die Regierung werde auch weiterhin die Ausgaben für soziale Leistungen aufstocken. Der Schwerpunkt läge dabei auf dem „Conditional Cash-Transfer“-Programm, bei dem den ärmsten Familien Geld gegeben wird, wenn sie verschiedene Gesundheits-und Bildungs-Anforderungen erfüllten, wie z.B. ihre Kinder in die Schule zu schicken.


Quelle u.a.: www.rappler.com/business/economy-watch/32996-philippines-plans-to-lift-millions-out-of-poverty