Warum die Bevölkerungsmasse trotz Wachstum immer ärmer wird

13. Juni 2013 – Ein Senator und ein Provinzgouverneur, beide Ökonomen, beschuldigen die egoistischen Reichen für die Vergrößerung der Einkommensungleichheit in den Philippinen, trotz Wirtschaftswachstums in den ersten drei Jahren der Aquino-Regierung.

„Die Aufgabe der Privatwirtschaft besteht darin, Wohlstand und Arbeitsplätze zu schaffen. Leider verfügt die Privatwirtschaft in den Philippinen nicht über ein Verständnis oder gar einer Kultur an Geben und Teilen.“ sagte Sen. Ralph Recto.

Albay Gouverneur Joey Salceda sagte, dass es eine Notwendigkeit sei, sich mit dem zentralen Thema der gesellschaftspolitischen Wirtschaft zu beschäftigen. „Beschäftigen wir uns zu sehr mit dem Staat, der lediglich einen Anteil von 17 Prozent des BIP hat oder sind es nicht die 83 Prozent der Privatwirtschaft, die zu viele arme Menschen generiert?“

Recto und Salceda sagten, diese soziale Ungleichheit und Ungerechtigkeit seien der Grund für den Anstieg der Arbeitslosigkeit, trotz eines Rekord Wirtschaftswachstums von 7,8 Prozent im ersten Quartal dieses Jahres.

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Während die Aquino-Regierung für den starken Peso, die robuste Börse und das neue Credit Rating gelobt würde, wird es gleichzeitig dafür gerügt, dass es nicht mehr Arbeitsplätze schafft und die Armut vermindert. Die Philippinen haben einen der höchsten Unterschiede zwischen Reichtum und Armut eines Landes in Asien.

Recto sagte, der Job der Regierung sei, „die Rahmenbedingungen für die Unternehmen herzustellen (wie z.B. makroökonomische Stabilität) durch Regulierung der Gier in der Privatwirtschaft und der Schaffung von sozialen Sicherheitsnetzen für diejenigen, die es nicht schaffen, sich selbst zu versorgen.“ Er sagte, die Reichen müssten ihren Anteil zur Verbreiterung des Wohlstands leisten, da die Regierung dies nicht selbst tun könne.

„Strukturelle Ungerechtigkeit kann nicht in drei Jahren korrigiert werden. Wir haben einen frischen und guten Start mit dem Präsidenten, der ein ehrlicher Reformer und ein aufrichtiger Verfechter der Gleichheit ist, aber seine Absichten, egal wie rein, werden stets von dem Rest der dominierenden Spieler in unserer Gesellschaft, abgelehnt.“ sagte Salceda.


Quelle u.a.: http://newsinfo.inquirer.net/425271/private-sector-blamed-for-lack-of-jobs