Verfolgung durch Justiz? Häftling sitzt ohne Anklage 5 Jahre im Gefängnis

18. Juni 2013 – Das Berufungsgericht hat angeordnet, eine weibliche Verdächtige aus der Haft zu entlassen, da sie – und jetzt bitte festhalten – ohne formelle Anklage fünf Jahre lang, unter Zuständen wie der Verfolgung auf Guantanamo, eingesperrt wurde.

In seiner Entscheidung vom 11. Juni entschied der ‚Court of Appeals‘ Joanne Urbina (25) frei zu lassen, die im Jahre 2007 verhaftet wurde und seitdem vergleichbar einer Verfolgung durch die Justiz „einsitzt“.

„Mehr als fünf Jahre Haft, ohne gültige Informationen beim Gericht einzureichen, ist unbegründet, unerträglich und erschreckend unvorstellbar! Es riecht nach Verfolgung, statt einem Strafverfahren und tötet das Wesen von Fairness und Gerechtigkeit.“ urteilte der CA. „Es beschwört Bilder herauf von Inhaftierten in Guantanamo, denen nie ein zügiges und faires Gerichtsverfahren zuteil wurde.“

Urbina wurde zusammen mit einem gewissen Ben Ryan Chua, von einer Drogenbekämpfungs Task Force am 14. Dezember 2007 verhaftet. Am 25. Januar 2008 wurde das Verfahren gegen Chua abgewiesen, während Urbina seitdem eingesperrt blieb.

In diesem Jahr reichte Urbina eine Petition über eine richterliche Überprüfung auf Freiheitsentzug ein und erst dann hat das Justizministerium eine Anklage gegen sie vor Gericht eingereicht.

Ihr Rechtsanwalt, Siddharta Penaredondo sagte, der Fall gegen seine Mandantin sollte auch wegen der Verletzung des Drogengesetzes abgewiesen werden. Denn darin heißt es, „wenn ein Ermittlungsverfahren von einem Staatsanwalt durchgeführt und ein Tatverdacht festgestellt wird, so soll die entsprechende Information innerhalb von 24 Stunden nach Beendigung der Untersuchung beim Gericht eingereicht werden.“


Quelle u.a.: http://manilastandardtoday.com/2013/06/18/court-to-crame-free-detainee/