Vater gibt Kind 40 Vornamen, aus Protest gegen Behörden

8. Juni 2013 – „Ratziel Timshel Ismail Zerubbabel Zabud Zimry Pike Blavatsky Philo Judaeus Polidorus Isurenus Morya Nylghara Rakoczy Kuthumi Krishnamurti Ashram Jerram Akasha Aum Ultimus Rufinorum Jancsi Janko Diamond Hu Ziv Zane Zeke Wakeman Wye Muo Teletai Chohkmah Nesethrah Mercavah Nigel Seven Morningstar A. San Juan CCCII“, diesen Namen schrieb Ratziel (15) bei seiner Einschreibung in seiner Schule in Urdaneta City in Pangasinan, auf die Anmeldung.

Das sind 40 registrierte Namen, ohne seinen Mittelnamen oder Nachnamen.

Ratziel und seine beiden Geschwister erlangen immer wieder die Aufmerksamkeit wegen ihrer langen Namen. Sein 21-jähriger Bruder „Ramuel Spirituel Mattathiah Obadiah Darius Desiderius Abner Macaire Nowell Asa Izzy Zoon Politikon Trigg Gruffydd Keen Kemp Knowles Bonifacio Makabayan A. San Juan“, hat 20 Vornamen und besucht derzeit als Student die University of the Philippines in Baguio.

Seine 25-jährige Schwester „Ramille Lewisse Marion To Kalon Zoe Vera Natalia Nadezna Zora Hosea Pro Patria Berenice Clotilda Currente Calamo Naomi Nahum Mehetabel A. San Juan“, hat auch 20 Vornamen, aber nicht viele Leute an ihrem Arbeitsplatz wissen darüber Bescheid.

Ein Grund für die langen Namen der Geschwister ist des Vaters Unzufriedenheit mit der Flexibilität der Behörden.

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„Als mein erstes Kind geboren wurde, war ich unglücklich darüber wie die Personen, die ihre Dokumente bearbeiteten, wenig Phantasie dafür zeigten.“ sagte San Juan. „Das Formular hatte eine sehr kurze leere Zeile, wo man von mir erwartete, den Namen meiner Tochter einzutragen. Ich fragte: ‚Und wenn ich meinem Kind einen längeren Namen geben möchte? Da bekam ich die Antwort: ‚Das können Sie nicht tun.'“

Er erinnerte sich an seine studentische Aktivistenzeit im College und entschied, dass er es doch tun könne.

Bis heute ärgern sich Beamte im öffentlichen Dienst, wenn diese drei ein offizielles Dokument benötigen. Im Jahr 2005 entschloss sich die Familie ins Ausland zu gehen, aber es dauerte drei Jahre, bis das NSO (National Statistic Office) die Geburtsurkunde für die älteste Tochter Raquel ausstellte.

Inzwischen hat auch das ‚Department of Foreign Affairs‘ einen Weg gefunden, die vollständigen Namen der Kinder in ihre Pässe zu drucken. So stehen jetzt zwei ihrer Vornamen im Reisepass auf der Frontseite und der Rest ihrer Namen auf der dritten Seite.

Das Visum für die USA hingegen war viel einfacher, sagte San Juan. „Der Mitarbeiter der amerikanischen Botschaft fragte lediglich die Kinder, die zu der Zeit noch sehr jung waren, nach ihren Namen und sie wußten diese. Unsere Papiere waren dann schnell fertig.“

Trotz des Kopfschmerzes den die Namen den Behörden bereiten, bringen die Geschwister jedoch auch Frohsinn in die Amtsstuben mit ihren Namen. „Meine Kinder sind das schon gewohnt. So hat uns Ramuel einmal anvertraut, dass er, als er 6 Jahre alt war ins Lehrerzimmer gerufen wurde, wo man ihn bat, seinen vollständigen Namen zu nennen. Er sagte, sie lachten sich jedes Mal schlapp, wenn es ihm gelang.“ sagte der Vater.


Quelle: http://www.weirdasianews.com/2013/06/07/father-children-20-names-stick-government/