Tubbataha: USS Guardian strandete im Januar wegen vieler Fehler

22. Juni 2013 – Ein Führungsfehler und schlechte Planung der Fahrtroute führten zur Strandung der ‚USS Guardian‘ im vergangenen Januar im Tubbataha Reef, dem UNESCO-Weltkulturerbe in der Sulu-See, laut dem Untersuchungsbericht der USA.

„Die Führung der USS Guardian hat es versäumt, umsichtige, sichere und solide Navigations-Prinzipien einzuhalten, die sie vor nahenden Gefahren gewarnt hätten, um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.“ schrieb Admiral Cecil D. Haney, der Kommandeur der US-Pazifikflotte, in dem 160-seitigen Bericht.

Haney kommt zu dem Schluss, dass ein „Mangel an Führung“ zur Fehleinschätzung der Signale und einem ultimativen Vertrauen auf das, was sich als ungenaue digitale Seekarten des Tubbataha Reefs heraus stellen sollte, zum Stranden führte.

„Dieser tragische Unfall war ganz klar vermeidbar und war das Produkt einer schlechten Tourplanung, schlechten Ausführung und unglücklicher Umstände. Diese Untersuchung offenbart nicht einen einzelnen Fehler als Ursache, sondern deckt zahlreiche Verknüpfungen in der Fehlerkette im Vorfeld des Strandens auf. Hätte jemand von den Beteiligten angemessen gehandelt, dann hätte dies verhindert werden können.“ schrieb Haney.

Die US-Marine steht nun aufgrund des Vorfalls vor der Schadensersatzforderung der Philippinen, in Höhe von 58 Millionen Pesos (1,4 Millionen US$), der aus der Beschädigung von 2.345,67 Quadratmetern des Tubbataha Reefs, einem Meeresschutzgebiet resultiert.

Der US-Minensucher kam gerade aus einer Routine Inspektion in Subic, als er im Tubbataha Reef auf Grund lief, ca. 80 Meilen südöstlich der Insel Palawan, während seines Wegs nach Indonesien am 17. Januar. Er wurde anschließend von der Marine demontiert und zerlegt.


Quelle u.a.: http://globalnation.inquirer.net/78357/us-probe-shows-lack-of-leadership-poor-planning-led-to-tubbataha-grounding