Taiwan identifiziert Waffe und Täter des Fischer-Mordes

2. Juni 2013 – Taiwanische Ermittler haben die Waffe identifiziert, die bei der Erschießung eines taiwanischen Fischers von der philippinischen Küstenwache verwendet wurde, während es widersprüchliche Medienberichte darüber gibt, ob der Schütze gestanden hat.

Taipeh und Manila tauschten Teams von Ermittlern letzte Woche aus, um die Wogen des Konflikts zu glätten. Das Team der taiwanischen Ermittler hat dabei festgestellt, dass zwei Waffen verwendet wurden, um das Fischerboot zu beschießen, einschließlich eines M14 Gewehres von dem aus der tödliche Schuss gefallen sein soll.

Der Bericht besagt weiter, dass der Schütze identifiziert wurde und gestand, das Feuer eröffnet zu haben. Allerdings berichtet eine taiwanische Zeitung, dass kein Filipino der Küstenwache die Verwendung des M14 Gewehrs gestand.

Acht Mitglieder der philippinischen Küstenwache gestanden zwar das Feuer eröffnet zu haben, behaupteten jedoch in die Luft bzw. ins Wasser gezielt zu haben und nicht auf das Fischerboot.

Die Philippinen hatten bislang behauptet, das taiwanische Fischerboot sei in ihre Gewässer eingedrungen und habe versucht ihr Schiff zu rammen, sodass die Küstenwache gezwungen war das Feuer zu eröffnen. Taiwan hat diese Behauptung stets bestritten und beharrte darauf, dass sich das Fischerboot in der taiwanischen Wirtschaftszone befand.

Das ‚National Bureau of Investigation‘ (NBI), das für die philippinische Justiz den Zwischenfall untersucht, hat seine Ergebnisse noch nicht veröffentlicht.


Quelle u.a.: http://globalnation.inquirer.net/76225/taiwan-identifies-gun-used-to-shoot-dead-fisherman