Sex-Skandal: 3 neue Zeuginnen gegen Botschaft aufgetaucht

23. Juni 2013 – Im Sex-Skandal der philippinischen Botschaften, tauchten am Freitag drei OFWs zur Stärkung der Vorwürfe der organisierten sexuellen Ausbeutung auf und beschuldigten Mitarbeiter des Arbeitsministeriums (DOLE) in Saudi-Arabien des sexuellen Missbrauchs im Austausch für ein Ausreise-Ticket.

Außenminister Del Rosario und andere hohe Beamte des Ministeriums bzw. der DOLE hielten am Freitag ein vertrauliches Treffen zum Sex-Skandal, mit drei mutmaßlichen Opfern und einem Zeugen, die sich meldeten und sich über die Ausbeutung durch einen Beamten des ‚Philippine Overseas Labor Office‘ (POLO) in Riad, beklagten.

Die Klägerinnen meldeten sich kurz nachdem der Akbayan Abgeordnete Walden Bello, den Sex-Skandal ins Rollen brachte und Botschaftsbeamte in Jordanien, Syrien und Kuwait beschuldigte, unter Berufung auf „unanfechtbare Quellen“ innerhalb des DFA selbst.

„Im Bestreben, einen Überblick der gemeldeten ‚Sex gegen Ausreise‘-Masche zu erhalten, traf sich Minister Del Rosario mit drei weiblichen OFWs (Overseas Filipino Workers) gestern, um ihre Berichte zu hören, wie sie behandelt wurden, während sie in den Notunterkünften der Botschaft in Riad, Zuflucht suchten.“ sagte der DFA-Sprecher Raul Hernandez.

Del Rosario sicherte den Frauen Schutz und angemessene Unterstützung zu. Der Außenminister forderte die Frauen auf, formelle Anklage einzureichen, um die mutmaßlichen Täter vor Gericht zu bringen. Die Klägerinnen warfen dem noch unbenannten POLO Beamten, sexuelle Belästigung und Zuhälterei vor, da er sie an Freier verkaufte, um Geld für ihre Heimflugtickets zu machen.

Das DFA hatte bereits vor dem Sex-Skandal klargestellt, dass die Kosten für die Rückführung, von im Ausland in Not geratener OFWs, von der Regierung in voller Höhe getragen würde und daher nicht als Druckmittel gegen sie eingesetzt werden sollte.


Quelle u.a.: http://globalnation.inquirer.net/78449/3-ofws-come-forward-to-complain-of-sexual-abuse