Saudi-Arabien: Botschaft auch in Sex-Skandal verwickelt?

22. Juni 2013 – Der Ausschuss den Arbeitsministerin Rosalinda Baldoz beauftragte, die angebliche sexuelle Ausbeutung von notleidenden OFWs im Nahen Osten zu untersuchen, dehnt seinen Wirkungsbereich, nach neuen Vorwürfen, auf Saudi-Arabien aus.

In einem Interview sagte Rebecca Chato vom Arbeitsministerium (DOLE), dass neben Kuwait und Jordanien, die Untersuchungen nun auch Saudi-Arabien umfassen.

Dies erfolgte, nachdem eine ‚Overseas Filipino Worker‘ (OFW), die nur als „Michelle“ genannt wird, in den Medien auftauchte und behauptete, von einem philippinischen DOLE-Beamten in Saudi-Arabien gebeten worden zu sein, mit ihm in seinem Haus zu schlafen, statt in der Notunterkunft der Botschaft. Sie behauptete auch, dass sie einem ägyptischen Freier angeboten wurde, der jedoch Mitleid mit ihr hatte und ihr ein Flugticket nach Manila kaufte.

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„Michelle“ erschien am Freitag bei der ‚Overseas Workers Welfare Administration‘ (OWWA), um Hilfe zu suchen, laut OWWA-Leiterin Carmelita Dimzon. „Sie kam zu mir, aber ich verwies sie an den Untersuchungs-Ausschuss.“ fügte Dimzon hinzu. „Michelle“ wurde von einer anderen OFW begleitet und bat um Unterstützung für eine selbständige Erwerbstätigkeit, Lebensunterhalt und Stipendium für ihre Kinder.

Die mutmaßlichen Opfer scheinen ungern formelle Beschwerden einzureichen, aus Angst vor Repressalien durch die in den Sex-Skandal verwickelten Beamten, laut DOLE. Dennoch sagte Chato, sie versuchten eindringlich die Opfer davon zu überzeugen, sich zu melden und auszusagen. „Wir appellieren an die Opfer, zu kommen und uns zu helfen. Wir werden Sie und Ihre Identität schützen.“ sagte sie.

Aber ein Beamter der DOLE sagte, sie würden gegebenenfalls ihre Untersuchung auch ohne unterzeichneten eidesstattlichen Versicherungen fortsetzen.

‚Migrante International‘ sagte inzwischen, dass das „Sex für Ausreise“ Thema eine Ausbeutung sei, die von der Regierung Aquino verschuldet sei, da notleidenden OFWs nicht sofort zurückgeführt wurden und der Missbrauch von OFWs durch Botschafts- und Konsulat-Beamte sich während der Suche nach illegalen OFWs im Nahen Osten intensivierte.

„Die Quintessenz ist, Botschafts- und Konsulat-Beamte missbrauchen verzweifelte OFWs. Eine weitere Ausbeutung der bereits Ausgebeuteten. Dies ist kein Einzelfall und hat nichts mit dem allgemeinen Zustand gestrandeter OFWs zu tun, die sich um eine sofortige Rückführung durch die philippinische Regierung bemühen.“ sagte der Vorsitzende von ‚Migrante International‘, Garry Martinez.


Quelle u.a.: http://globalnation.inquirer.net/78365/dole-includes-saudi-arabia-in-sex-scandal-probe