Produktfälschungen grassieren aufgrund öffentlicher Unterstützung

19. Juni 2013 – Produktfälschungen von Louis Vuitton oder Gucci Taschen werden jeweils für 1.000 bis 1.500 Pesos angeboten. Ein Lacoste Shirt geht weg für 250 Pesos. Wer eine Rolex-Uhr braucht, erhält diese für 1.500 Pesos.

Man kann jeder dieser Produktfälschungen an Marken Taschen, Shirts oder Armbanduhren in einigen der großen Einkaufszentren in der Metro Manila erhalten. Dies ist auch der Grund, warum selbst ein gewöhnlicher Servicebote, der gerade mal mickrige 200 Pesos am Tag verdient, hoch moderne Adidas Schuhe trägt, die er bei Greenhills für weniger als 1.000 Pesos erstanden hat.

Die Verbreitung von Produktfälschungen, meistens aus China, bleiben ein großes Problem im Land, das für seine Vorliebe für populäre Marken bekannt ist. Laut dem Chef der Behörde für geistiges Eigentum, Ricardo R. Blancaflor, gedeihen diese Produktfälschungen oder Nachahmungen in den Philippinen vor allem deshalb, weil die Mehrheit der Filipinos die beliebtesten internationalen Marken, den lokal hergestellten Waren vorzieht.

DKB-Partnerprogramm

Mitglieder der einfachen Schicht, aber auch Mittelklasse-Filipinos unterstützten auch weiterhin die Produktfälschungen, einschließlich Marken Shirts, Jeans, Taschen, Schuhe, Uhren, Sonnenbrillen und optischen Medien (wie DVD), trotz anhaltender Bemühungen der Regierung, das Problem zu bekämpfen.

„Das Problem besteht, weil Filipinos weiterhin Produktfälschungen aufgrund des günstigeren Preises kaufen. Hinzu kommt, dass die Filipinos eine Vorliebe für populäre Marken haben oder generell allem aus dem Ausland.“ sagte Blancaflor.

Während der jüngsten Zerstörung von beschlagnahmten Produktfälschungen im geschätzten Wert von 30 Mio. Pesos in Camp Crame, sagten Regierungsvertreter, dass im vergangenen Jahr im Wert von fast 5,3 Mrd. Pesos gefälschte Waren beschlagnahmt wurden. Im Jahr 2011 gab es sogar den Rekord von 8,4 Mrd. Pesos an Produktfälschungen.

Von Januar bis Mai dieses Jahres hat die Regierung bereits Fälschungen im Wert von 1,6 Mrd. Pesos beschlagnahmt. Rund 40 Prozent der beschlagnahmten Produktfälschungen der vergangenen Jahre waren Imitationen von Handtaschen wie Louis Vuitton und Gucci, die auf einigen von Chinesen oder Muslimen betriebenen Märkten in Manila verkauft werden.

Die zweitgrößte Markt sind elektronische Produkte wie Mobiltelefone, gefolgt von Raubkopien von CDs und DVDs mit Musik und Filmen. Es gibt aber auch gefälschte Medikamente, Ersatzteile, Schul- und Bürobedarf und am Schlimmsten sogar minderwertige Elektro- und Stahlerzeugnisse, die lebensgefährlich sein können.

Eine Studie belegt, dass fast 70 Prozent der Produktfälschungen, die von den Behörden beschlagnahmt wurden, aus Ländern wie China geschmuggelt wurden, während der Rest aus den Philippinen stammte.

Besitzer von großen Shopping-Zentren des Landes, vor allem in Metro Manila, erlaubten ihren Mietern auch Produktfälschungen zu verkaufen. Dazu gehören viele Geschäfte in den Städten Manila, Pasay, Greenhills, Mandaluyong und Pasig, in denen die Produktkopien ungestraft verkauft werden.


Quelle u.a.: http://www.journal.com.ph/index.php/news/national/52580-counterfeiting-rampant-in-ph-due-to-public-patronage