PH: Höchste Müttersterblichkeitsrate in der ASEAN-Region

6. Juni 2013 – Die Philippinen haben die höchste Quote der Müttersterblichkeit in der ASEAN-Region. Ein UN-Bericht mit dem Titel „Der Status der Kinder der Welt“ zeigt, dass in den Philippinen 230 Mütter pro 100.000 Lebendgeburten sterben. Die Zahl ist sehr hoch, verglichen mit Thailand (110), Malaysia (62) oder Singapur (14).

Auf Unterernährung während der Schwangerschaft wird als Hauptursache hingewiesen. Eine verwandte Studie des ‚Food and Nutrition Research Institutes‘ (FNRI) belegt, dass ein Viertel aller Schwangeren ernährungsphysiologisch gefährdet ist. Die höchsten Anteile werden unter schwangeren Jugendlichen (35,7 Prozent) und Frauen in ihrem ersten Schwangerschaftsdrittel (27,9 Prozent) festgestellt.

Eine der Hauptursachen von Todesfällen bei Neugeborenen in Entwicklungsländern sei die schlechte Gesundheit der Mütter, besonders während der Schwangerschaft, der Geburt und dem frühen Wochenbett. Viele schwangere Frauen seien unzureichend ernährt, überarbeitet und hätten sich noch nicht von einer früheren Schwangerschaft erholt.

So sei es notwendig sicherzustellen, dass schwangere Mütter sich richtig ernährten, geschützt seien vor Infektionen und Schadstoffen sowie sorgfältig auf Komplikationen während der Schwangerschaft überwacht würden. Wenn Mütter kräftig sowie körperlich, finanziell und sozial stabil seien, überlebten ihre Kinder eher und hätten eine aussichtsreichere Zukunft.

Dr. Eric Tayag vom Gesundheitsministerium gab zu, dass das Problem der Unterernährung in den Hintergrund getreten ist, gegenüber anderen Projekten. Allerdings habe die Regierung Initiativen zur Verbesserung der Mütter- und Säuglingsernährung bereits in Kraft gesetzt.


Quelle u.a.: http://manilastandardtoday.com/2013/06/05/pregnancy-death-rate-highest-in-the-philippines/