Menschenhandel: USA werfen den PH große Versäumnisse vor

21. Juni 2013 – Die Philippinen behielten ihren „Rang 2“-Status in dem Jahresbericht der Vereinigten Staaten zum Menschenhandel (‚Trafficking in Persons‘ oder kurz TIP), da die US-Behörden nur eine geringe Zahl an Verhaftungen und Verurteilungen feststellten, trotz einer starken Entschlossenheit des Landes zur Bekämpfung der Fälle.

In einem Bericht vom Mittwoch, der in Washington erschien, sagte das US-Außenministerium, die Philippinen hätten es versäumt, die Anforderungen im Kampf gegen den Menschenhandel zu erfüllen, insbesondere durch das schwache Justizsystem des Landes.

„Da die Philippinen eine Quelle und zu einem geringeren Teil, auch ein Ziel- und Transitland für den Menschenhandel und Zwangsarbeit sind, verbleibt das Land auf ‚Rang 2‘-Status, in dem dreistufigen Ranking-System der USA. Trotz erheblicher Anstrengungen zur Bekämpfung des Menschenhandels, erfüllt die Regierung der Philippinen noch immer nicht vollständig die Mindeststandards für die Beseitigung des Menschenhandels.“ heißt es in dem TIP-Bericht.

Der Bericht, der von US-Außenminister John Kerry am 19. Juni veröffentlicht wurde, gilt als „der umfassendste Bericht“ zu den Bemühungen der Regierungen der Welt, im Kampf gegen den Menschenhandel.
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Die Philippinen wurden erst im Juni 2011 in den Rang 2-Status gehoben, da eine Verbesserung des Landes bei den ersten Verurteilungen von im Menschenhandel Beteiligter erfolgte. Aber es lief inzwischen Gefahr der Abstufung auf Rang 3, was zu Sanktionen gegen die Philippinen bei der US-Hilfe geführt hätte.

Trotz Belassen des Landes in seiner aktuellen Bewertung, attestierte das ‚State Department‘ den Philippinen ein „schwaches Justizsystem“ und sagte „Bemühungen die Täter zur Rechenschaft zu ziehen werden vereitelt, wodurch die Gesamtzahl der Strafverfolgungen und Verurteilungen unverhältnismäßig gering blieb, anbetracht der Größe des Problems.“

„Man verabschiedet Änderungen bei Gesetzen gegen Menschenhandel, die eine breitere Verfolgung der Fälle erlauben würde, aber die übermäßige Dauer der Gerichtsfälle und der Mangel an Staatsanwälten, die sich den Fällen von Menschenhandel widmen, behindern weitere Fortschritte.“ hieß es in dem Bericht.

Der Bericht zitiert weiter, das „ernste Problem“ des Kinderhandels im Land, insbesondere der Online-Pornografie. Das US-Außenministerium forderte die Philippinen auf, zur „Entwicklung und Umsetzung von Programmen, die die Nachfrage nach kommerziellen sexuellen Handlungen, einschließlich des Kinder-Sextourismus, verringern.“

„Die US-Regierung belässt die Höhe der Finanzhilfen auf 1,2 Millionen US$ und setzt ihre Bemühungen fort, Gesetze und Richtlinien auf nationaler, regionaler und kommunaler Ebene umzusetzen.“ hieß es in dem Bericht.


Quelle u.a.: http://globalnation.inquirer.net/78307/ph-failed-to-restrain-human-trafficking-us