„Finanz-Experten“: Erschreckende Bildungslücken bei Besserverdienern

28. Juni 2013 – Einer von fünf Filipinos der mittleren bis oberen Einkommensschicht sieht sich selbst als einen „Finanz-Experten“ an. Jedoch hat eine globale Versicherung vor kurzem festgestellt, dass die Mitglieder dieser Klasse eine geringe finanzielle Ahnung verfügt.

Die kanadische ‚Sun Life‘ zeigt in einer aktuellen Studie, dass Filipinos in der Regel sehr zuversichtlich darüber waren, wie sie ihr Geld verwalten und 20 Prozent sahen sich als „Finanz-Experten“ an und sogar einige als „Spezialisten“.

Jedoch zeigten die Testresultate zu finanziellen Fragen, dass nur 8 Prozent mehr als 80 Prozent richtig beantworteten. Der Mittelwert lag bei 50 Prozent, weit von einer „bestanden“ Beurteilung entfernt. Keiner der Teilnehmer hatte mehr als 90 Prozent richtig beantwortet.

Die Studie wurde von 1.100 zufällig ausgewählten Befragten der sozioökonomischen Klassen A, B und C im ganzen Land mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von 30.000 Pesos oder mehr, durchgeführt. Die Befragten waren zwischen 23 und 55 Jahre alt und wurden im persönlichen Interview im ersten Quartal des Jahres befragt.

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Die große Kluft zwischen Selbstwahrnehmung der „Finanz-Experten“ und der tatsächlichen finanziellen Allgemeinbildung der Filipinos, wird von Sun Life als Paradoxon bezeichnet.

Auf die Frage, wie sie finanzielle Sicherheit definierten, antworteten die meisten mit „genug Erspartem auf dem Konto zu haben“. 8 von 10 Filipinos verwiesen auf Sparguthaben und übersahen andere Optionen wie Lebensversicherungen und Investitionen.

Die Ersparnisse in einem Bankkonto sind weit verbreitet und dieser Ansatz zeigt, wie sehr oder wie wenig sich Filipinos auf ihre Zukunft vorbereiteten. Das Geld auf dem Bankkonto ist zwar ein Ansatz, aber mit einem so geringen Wachstum oder gar negativem realen Wachstum, ist solch eine finanzielle Sicherheit zweifelhaft.

Die Studie fand ebenso heraus, dass Filipinos optimistische Menschen sind. Gefragt, wie sie ihre finanzielle Situation in den nächsten drei bis fünf Jahren einschätzen, gaben 87 Prozent einen positiven Ausblick.

Auf die Frage nach ihren Prioritäten in den nächsten zwei Jahren, gaben die Befragten folgende Antworten:
Eröffnung eines Geschäfts (51 Prozent)
Kauf eines Grundstücks (45 Prozent)
Abschluss einer Lebensversicherung (39 Prozent)
Bildung (39 Prozent)
Auto / Fahrzeug (37 Prozent)
Elektronische Geräte wie Handy (37 Prozent)
Krankenversicherung (37 Prozent)
Haus / Condo (37 Prozent)
Hausrenovierung (35 Prozent)
Gebrauchsgüter / Geräte (27 Prozent)

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Während 80 Prozent mit Ersparnissen auf der Bank ihre Zukunft planten, gaben 30 Prozent an, durch eine Geschäftseröffnung vorsorgen zu wollen. Lediglich 20 Prozent planten, eine Lebensversicherung abzuschließen und nur 10 Prozent wollten investieren.

„Filipinos müssen gefördert werden, die Grundlagen der richtigen Finanzplanung zu lernen und eine breitere Palette von Finanzinstrumenten zu entdecken, um ihnen zu helfen ihre Ziele und Wünsche zu erreichen.“ schließt die Studie.

Übrigens waren Filipinos meist doch Finanz-Experten bei Themen im Zusammenhang mit Investitionen, jährlichem Zinssatz, Kreditkarte, Anlagegütern, Lebensversicherungen, Immobilien, Schulden, Sparkonten und Girokonto. Zumindest beantwortete die Mehrheit die Fragen zu diesen Themen richtig.

Hingegen beantworteten in der Regel die Fragen rund um Vorsorgepläne, Aktien, Anleihen, Investmentfonds, Inflation, gesunden Staatshaushalt und Staatsanleihen falsch. Zu den einzelnen Fragen wurden mehrere Möglichkeiten vorgegeben (Multiple Choice).

Anmerkung: Haki hat weiter unten in seinem Kommentar mal ein paar Fragen heraus gegriffen, um das „Schwierigkeits-Niveau“ dieses Tests aufzuzeigen. Ein Blick darauf lohnt sich!


Quelle u.a.: http://business.inquirer.net/129291/filipinos-as-money-experts-clueless-on-bonds-stocks-loans