Direktinvestitionen: Kritik am Wachstum ohne Arbeitsplätze

26. Juni 2013 – Der Absturz der philippinischen Aktien und des Pesos inmitten der Unsicherheit der globalen Wirtschaft, unterstreicht die Notwendigkeit der Philippinen, Job-generierende ausländische Direktinvestitionen zu gewinnen, um integratives Wirtschaftswachstum zu erreichen, sagte die private Ideenschmiede ‚Stratbase Research Institute‘.

Die Aktien sackten in den vergangenen vier Wochen in den Keller und vernichteten bislang Gewinne im Umfang von 22% an der ‚Philippine Stock Exchange‘ von der Spitze des Index von 7.403,65 am 15. Mai. Der Index schloss gestern bei 5.789,06, dem niedrigsten Stand seit sechs Monaten.

Der Einbruch des Aktienmarkts hat auch den Peso nach unten gezogen, in eine Region von 43 Pesos pro Dollar, dem niedrigsten Wert seit fast zwei Jahren. Der Präsident von Stratbase, Victor Andres Manhit sagte, der beste Schutz für Aktienanlagen – ein solides Wirtschaftswachstum angetrieben von Job-schaffenden Direktinvestitionen – fehlt in den Philippinen.

Manhit sagt weiter, die ausländischen Direktinvestitionen die in die Philippinen gingen, waren für das Land im Vergleich mit anderen Ländern Südostasiens am geringsten und beraubten dadurch Millionen von arbeitslosen Filipinos um Beschäftigungsmöglichkeiten.

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Die Arbeitslosenquote der Philippinen kletterte ebenso auf ein 2-Jahres-Hoch mit 7,5 Prozent im April 2013, als drei Millionen Filipinos im erwerbsfähigen Alter keine Arbeit hatten und 7,25 Millionen unterbeschäftigt waren, fügte er hinzu.

Das wirtschaftliche Wachstum in den vergangenen zwei Jahren wurde von vielen als ein „Wachstum ohne Arbeitsplätze“ beschrieben. „Ein wichtiger Indikator in diesem Zusammenhang ist die Beschäftigung und diese Statistiken deuten darauf hin, dass es immer noch nicht rosig in dem Land aussieht.“

„Wir wollen die am zweitschnellsten wachsende Volkswirtschaft in der Region sein, direkt hinter China, aber die offiziellen Arbeitslosenzahlen unserer Nachbarn sind viel niedriger. Thailands Arbeitslosenquote beträgt 0,7 Prozent, Singapurs 2,1 Prozent, Malaysias 3 Prozent, Südkoreas 3,8 Prozent, Chinas 4 Prozent und Taiwans 4,2 Prozent.“ sagte er.

Manhit sagte, das 7,8-prozentige Wirtschaftswachstum im ersten Quartal, wurde durch Überweisungen von OFWs und dem Konsum getrieben, aber nicht durch Direktinvestitionen oder Fertigung. Er sagte, das verarbeitende Gewerbe sank auf 22 Prozent im Jahr 2012 und somit auf den niedrigsten Stand seit 60 Jahren, während die Landwirtschaft, jetzt nur noch 11 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmacht.

„Alle grundlegenden Wirtschaftssektoren, mit Ausnahme der Dienstleistungen, sind nicht so produktiv. In einem Land, in dem die Ärmsten und der Großteil der Bevölkerung von der Landwirtschaft, Fischerei und Fertigung abhängig sind, sollte dies ein höchst alarmierendes Anliegen sein.“ sagte Manhit.

Die Öffnung der Wirtschaft für ausländische Direktinvestitionen, die Förderung der Fertigung und der Landwirtschaft würden Tausende von Arbeitsplätzen generieren. Er sagte, Präsident Aquino sollte seine Popularität nutzen, um Reformen bei Rechtsvorschriften zu beschleunigen und Kapital in die Umstrukturierung der Wirtschaft lenken.


Quelle u.a.: http://manilastandardtoday.com/2013/06/26/think-tank-criticizes-jobless-growth/