Botschaften im Nahen Osten der sexuellen Ausbeutung beschuldigt

19. Juni 2013 – Beamte von drei philippinischen Botschaften bzw. OFW-Beamte im Nahen Osten, werden beschuldigt weibliche OFWs sexuell ausgebeutet zu haben.

Auf einer Pressekonferenz identifizierte der Abgeordnete Walden Bello zwei Beamte der Botschaften bzw. dem POLO. Bello, der auch Vorsitzender des Ausschusses für die OFW-Angelegenheiten ist sagte, die beiden seien vom ‚Philippine Overseas Labor Office‘ (POLO) in Jordanien und Kuwait.

„Sexueller Missbrauch an unseren Frauen durch ihre Gastgeber in einem fremden Land, ist ein schreckliches Verbrechen.“ sagte Bello. „Aber es gibt noch schrecklicheres und das ist ihre Ausbeutung durch ihre eigenen Landsleute in diesen fremden Ländern.“

Er sagte auch, dass sein Büro derzeit noch Behauptungen über „Sex gegen Ausreise“ Transaktionen untersuche, bei denen in Übersee arbeitende Pinays angeblich von den Botschaften zurückgeführt werden, im Gegenzug für Sex.

Allerdings sagte Bello, untersuchten sie gerade Fälle von sexueller Ausbeutung, die ebenso schlimm, wenn nicht sogar schrecklicher seien, wie Fälle von Sex gegen Ausreise.

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Täter 2 und 3

Bello benannte während seiner Aussage die Täter 2 und 3.

In den Untersuchungen des Ausschusses wurde Täter Zwei, Mitarbeiter der POLO in Jordanien beschuldigt, Filipinas im ‚Filipino Workers Resource Center‘ Obdach zu gewähren, um in nächtlichen Diensten die sexuellen Bedürfnisse wohlhabender palästinensischer Männer in Amman zu befriedigen.

Laut Zeugen, verlangt Täter 2 1.000 US$ pro Nacht für die Dienstleistungen, die sein Prostitutions-Ring anbietet. Bello sagte, die Botschaft in Jordanien könne nicht einschreiten, da Täter 2 nicht auf frischer Tat ertappt wurde. Jedoch habe er angeblich auch einen Prostitutions-Ring betrieben, als er in Beirut und Tokyo stationiert war.

„Unsere DOLE (Arbeitsministerium) Beamten in Manila kennen die Vorwürfe gegen diesen Mann, aber sie tun so als ob sie nichts hörten und weigern sich, ihn abzurufen.“ sagte Bello.

Inzwischen ist Täter 3 in Kuwait anscheinend schon lange im Sex-Geschäft des ‚Filipino Workers Resource Centers‘ beteiligt.

„Es gibt viele Beschwerden gegen ihn, aber er entzog sich bisher den Vorwürfen, da er ein ‚Kunmpel‘ des derzeit in Ungnade gefallenen Botschafters Shulan Primavera ist.“ sagte Bello unter Berufung auf einen vertraulichen Bericht von einem hochrangigen Beamten, der Mitarbeiter der Botschaften und POLO in Kuwait vernahm.

„Offenbar haben POLO Beamte Täter 3 geduldet, da er viele rechtswidrige Vorfällen innerhalb der POLO kennt und diese ausplaudern könnte.“ heißt es in dem Bericht.

Bello sagte, Täter 3 sei Ursache großer Schwierigkeiten, Groll und Demoralisierung geworden, unter den Mitarbeitern in Kuwait.

„Wir fragen: Warum darf dieser Sexualstraftäter in seinem Amt bleiben, bei all den Beweisen die gegen seine Ausbeutung von OFWs als Prostituierte und seinem Betrug gegen sie vorliegen?“ fragte Bello.

„Wie kann ein lokaler Angestellter, ganze Botschaften für seine schändlichen Aktivitäten missbrauchen?“ fuhr er fort.

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Täter 1

Die Identität des Täter 1 gab Bello nicht bekannt, obwohl er sagte, dass sein Informant diese Person namentlich kenne. Die Person gehöre zum erweiterten Kreis der Bediensteten der Botschaft in Syrien.

Über den Mann sei inzwischen bekannt geworden, dass er am 1. Januar dieses Jahres dabei erwischt wurde, als er mit einer weiblichen OFW intim war, die Zuflucht in der Unterkunft der Botschaft für notleidende Arbeiter suchte.

Offenbar hatte der Mann in mindestens vier Fällen, „intime Beziehungen“ mit notleidenden OFWs.

Allerdings wurde er lediglich zu Seminaren geschickt, trotz seiner Liste an „Ausbeutung anfälliger Anvertrauter“ an Botschaften.

„Wir können den Grund für solch eine Samthandschuh-Behandlung einer Person nicht verstehen, die ein Register an sexueller Ausbeutung von OFWs hat.“ sagte Bello.

Bello forderte Außenminister Albert del Rosario und Arbeitsministerin Rosalinda Baldoz zur Entlassung der drei Männer aus dem Staatsdienst auf und ihre strafrechtliche Verfolgung einzuleiten.

„Wir müssen dies tun, weil es die Gerechtigkeit verlangt. Wir müssen dies auch tun, um den Glauben unserer OFWs in unsere Regierung wiederherzustellen, sie zu beschützen.“ sagte er.


Quelle u.a.: http://www.gmanetwork.com/news/story/313331/pinoyabroad/news/phl-govt-officials-in-middle-east-tagged-as-sexual-predators-of-distressed-ofws