Taiwan stoppt alle Arbeitsvisas für Filipinos

15. Mai 2013 – Taiwan stellt im Zuge des diplomatischen Streits wegen der Tötung eines taiwanischen Fischers durch die philippinische Küstenwache, keine Arbeitsvisas mehr für Filipinos aus.

Das ‚Taipei Economic Cooperation Office‘ (TECO), die „de facto Botschaft“ des Landes in den Philippinen, bestätigte, dass sie die Ausstellung von Arbeitsvisas gestoppt habe, wovon jedoch Besuchervisas nicht betroffen seien.

Taiwan verhängte am 11. Mai ein 72-Stunden-Ultimatum in dem sie Forderungen an die Philippinen stellte, wegen des Todes des 65-jährigen Fischers Hung Shih-cheng, der durch den Beschuss der philippinischen Küstenwache am 9. Mai starb.

Wütende Taiwanesen haben direkt vor der „Botschaft“ am Montag protestiert, indem sie philippinische Flaggen verbrannt haben. Präsident Aquino appellierte zur Ruhe, als die Spannungen in Folge des Vorfalls eskalierten und versprach eine diplomatische Klärung mit dem Außenministerium von Taiwan.

Der Sohn des Opfers, der mit seinem Vater und zwei anderen Fischern auf dem Boot war, versicherte sie seien nicht in philippinischen Gewässern gefahren. Der Staatsanwalt Liu Chia-kai beschrieb den Vorfall als ein „Gemetzel“, nach Prüfung des Boots, als es vom Meer zurück geschleppt war.

Etwa 87.000 philippinische Haushaltshilfen und andere Arbeiter befinden sich in Taiwan, die Hunderte von Millionen Dollar pro Jahr nach Hause senden.

Aquino sagte inzwischen, er wollte den Vorfall nicht weiter kommentieren, sondern lieber Diplomaten den Streit verhandeln lassen. „Wenn wir das auf Präsidentschaftsebene kommentierten, dann würden wir das Problem eskalieren.“ meinte Aquino.


Quelle u.a.: www.rappler.com/nation/29196-taiwan-freezes-hiring-of-ph-workers-report