Taiwan inszeniert militärisches Manöver im Streit mit PH

17. Mai 2013 – Taiwan hält ein militärisches Manöver in den Gewässern in der Nähe der nördlichen Philippinen ab, als Reaktion auf die Tötung eines taiwanischen Fischers, nach dem es wiederholt die Entschuldigungen Manilas ablehnte.

Präsident Ma Ying-jeou bekräftigte, dass die Philippinen die offizielle Verantwortung für den Tod des 65-jährigen übernehmen sollten, der letzte Woche von der philippinischen Küstenwache erschossen wurde, die behauptete, sein Boot sei in philippinische Gewässer eingedrungen.

Taiwan hat zwischenzeitlich seinen Botschafter abberufen und Manila mit Sanktionen belegt, u.a. mit einem Verbot der Einstellung von neuen philippinischen Arbeitern und einer Reisewarnung, die Taiwaner davor warnt die Philippinen zu besuchen.

Manila sagte, es habe sich „besonders angestrengt“ Taipeh zu beschwichtigen und äußerte sich besorgt, dass ihr Sondergesandter abgewiesen wurde. Am Donnerstag sandte Taiwan einen Zerstörer, eine Fregatte und vier Schiffe der Küstenwache in die Gewässer nahe der philippinischen Insel Batan, um ihre Forderungen durchzusetzen.

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„Mit diesem Schritt streben wir den Schutz unserer Souveränität an. Die Küstenwache hat geschworen, unsere Fischer zu beschützen, wo immer sie sind und wir werden sie unterstützen.“ sagte ein taiwanischer Konteradmiral. Zwei taiwanische Mirage Kampfjets überflogen die Flotte in geringer Höhe, um die Flugabwehr der Kriegsschiffe zu testen.

Die Philippinen drückten ihre Empörung über Taiwans Behandlung ihres Gesandten Amadeo R. Perez aus, der von Präsident Aquino eine persönliche Entschuldigung der Familie des Opfers überbringen sollte. Perez verließ Taiwan am frühen Donnerstag, nach dem Außenminister David Lin und die Familie des Fischers sich weigerten, ihn zu empfangen.

Jedoch bestand Regierungssprecher Lacierda darauf, dass der Vorfall sich in philippinischen Gewässern ereignete und sagte, die Regierung sollte Taiwan nicht „beschwichtigen“. „Wir haben uns sehr bemüht.“ sagte Lacierda. „Wir haben aufrichtig und anständig als respektables Mitglied der internationalen Gemeinschaft gehandelt.“

Taiwan erachtet es als „inakzeptabel“, dass die Philippinen den Tod des Fischers als „unbeabsichtigt“ beschreiben. „Ich hoffe sie verstehen, dass sie Verantwortung gegenüber der internationalen Gemeinschaft haben. Auf unbewaffnete und unschuldige Menschen in der offenen See zu schießen, ist jedenfalls kein Akt der von zivilisierten Völkern toleriert wird.“ sagte Präsident Ma.


Quelle u.a.: http://www.abs-cbnnews.com/global-filipino/world/05/16/13/taiwan-stages-military-drill-ph-row-continues