„Nur“ 50 Tote im philippinischen Wahlkampf?

14. Mai 2013 – Mindestens 50 Menschen starben im Zusammenhang mit den Wahlen, seit Beginn des Wahlkampfes, berichtete die ‚Philippine National Police‘ (PNP).

Die PNP veröffentlichte diese „offizielle“ Zahl, am Tag nach den Wahlen vom 13. Mai. Trotz der „lediglich“ 50 Todesfälle, sagte die PNP, dass die diesjährigen Wahlen „überwiegend, relativ friedlich“ verliefen.

Des weiteren registrierte die PNP mindestens 81 gewalttätige Zwischenfälle im Zusammenhang mit den Wahlen, seit Beginn des Wahlkampfes, laut dem PNP-Public Information Office. Am Wahltag selbst, verzeichnete die PNP 13 Schießereien im ganzen Land, bei denen zwei Todesfälle in Panglima Estino, Sulu und Quiapo, Manila zu vermelden waren.

Die Polizei verhaftete auch 14 Männer, die im Wahllokal in der ‚Rosauro Elemtentary School‘ in Manila ein und aus gingen. Die verhafteten Männer stellten sich später als Mitglieder der ‚Moro National Liberation Front‘ (MNLF) heraus.

Ebenfalls wurden mindestens 201 Personen festgenommen, da sie gegen das „Alkohol Verbot“ verstießen, das am Sonntag in Kraft trat. Letzte Woche berichtete die PNP bereits von über 3.000 Verhaftungen, im Zusammenhang mit dem Waffenverbot der Comelec.

Dass die Zahlen nicht stimmen können, sondern nachträglich geschönt wurden, beweist allein die Meldung vom 27. April, nach der sich laut PNP „nur“ 64 Todesfälle bis dahin ereigneten. Ob hier Wunder durch Quackdoktoren oder zeitweises Rückwärtszählen die Opfer wiederbelebten, bleibt das Geheimnis philippinischer Statistik. (Vgl. HIER: http://www.philippinen.cc/2013/04/bisher-nur-64-todesfalle-im-wahlkampf/)


Quelle u.a.: http://www.abs-cbnnews.com/nation/metro-manila/05/14/13/50-dead-ph-poll-violence