Gefängnisausbruch Joavan: Jetzt Staatsfeind Nr.1 der Provinz

10. Mai 2013 – Einen Tag nach seinem Gefängnisausbruch ist Joavan Fernandez jetzt Cebus „Staatsfeind Nummer 1“, laut einem hochrangigen Beamten der Polizei.

„Im Augenblick müssen wir Joavan Fernandez als Staatsfeind Nummer 1 der Provinz Cebu erachten. Er hat eine Menge Schmerzen und Probleme in der Provinz, sowie bei unseren Polizeikräften hinterlassen.“ sagte der Leiter der Polizei in Region 7, Marcelo Garbo. Garbo ordnete seine Männer an, eine Provinz-weite Suchaktion durchzuführen, um den Sohn des Bürgermeisters von Talisay, Sokrates Fernandez, wieder einzufangen, der als bewaffnet und gefährlich gilt.

Danach gefragt, ob er einen „Shoot-to-Kill“ Auftrag gegen Joavan aussprechen werde, sagte Garbo, sie hätten operative Möglichkeiten, die sich nach den Menschenrechten richteten. Garbo räumte die Möglichkeit ein, dass sich Joavan mit der Polizei auf eine Schießerei einlässt. Er sagte, er könne jedoch keine Garantie für Joavans Sicherheit geben, da alles möglich sei, wenn er auf die Polizei trifft.

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Garbo sagte, Joavan kann sich stellen, obwohl er selbst diese Idee für weit hergeholt hält, für den Sohn des Bürgermeisters. Der Polizeichef beauftragte seine Männer zu untersuchen, ob Joavan bei seiner Flucht unterstützt wurde, auch wenn die Untersuchung Bürgermeister Fernandez betreffen sollte. „Es gibt Andeutungen und Berichte, dass er einige Unterstützung von anderen Personen bekam. Wir untersuchen das und werden entsprechende Anklagen gegen seine Fluchthelfer einreichen. Definitiv auch den Bürgermeister, wenn Beweise in diese Richtung deuteten.“ sagte Garbo.

Das ‚Cebu Provincial Police Office‘ (CPPO) wird den Wachmann der Arrestzelle hinsichtlich seiner Haftung über Joavans Flucht untersuchen. Der Leiter der CCPO, Supt. Patrocinio Comendador sagte, dass der Dienst habende Gefängniswärter, Leandro Azarcon, Besucher über die reguläre Besuchszeiten hinaus gewährte. Die Besuchszeiten im Gefängnis sind von 6-9 Uhr morgens, von 11-13 Uhr und 16-18 Uhr.

Azarcon erlaubte angeblich aus humanitären Gründen Joavan aus seiner Zelle zu gehen, um mit seiner Frau und vier Kindern zu sprechen, die ihn nach 22 Uhr besuchten. Ein paar Minuten später bemerkte Azarcon, dass Joavan und seine Familie nicht mehr da waren, woraufhin er um Hilfe rief.

Ein Zeuge sagte aus, dass Joavan einen grünen SUV bestieg, der ein Behördenkennzeichen trug. Reporter erfuhren gestern Morgen, dass das Auto eines der drei Dienst-Fahrzeuge des Bürgermeisters sei.


Quelle u.a.: http://www.philstar.com/cebu-news/2013/05/10/940528/pnp-tags-joavan-public-enemy-1