Dacer-Corbito Morde: Estrada, Lacson, Mancao – wer weiß was?

5. Mai 2013 – In seiner eidesstattlichen Erklärung, sagt Supt. Glenn Dumlao, dass der damalige Präsident Joseph Estrada und der damalige Chef der Philippine National Police und PAOCTF, Panfilo Lacson, mehr über die Dacer-Corbito Morde wissen könnten. Sowohl Estrada als auch Lacson bestritten jedoch, irgendetwas über die Morde zu wissen.

Cezar Mancao und Michael Ray Aquino flohen im Juli 2001 aus dem Land. Sie wurden in Abwesenheit im September jenes Jahres angeklagt. Dumlao floh im Mai 2003 aus dem Land. Im Mai 2006 erließ ein Gericht in Manila einen Haftbefehl für Mancao und Aquino, nachdem hinreichende Verdachtsmomente vorlagen, sie und 18 weitere für die Morde an dem Publizisten Bubby Dacer und seinem Fahrer Emmanuel Corbito zu verfolgen.

Zwei Jahre später wurden Mancao und Dumlao in der USA verhaftet, nachdem die philippinische Regierung ihre Auslieferung beantragte. Im Februar 2009 unterzeichnete Mancao eine eidesstattliche Versicherung in den Vereinigten Staaten, in der er Lacson als Drahtzieher der Morde beschuldigte. Er sagte, dass etwa einen Monat vor den Morden, er Lacson zu Aquino (seinem loyalsten Mitarbeiter) sagen hörte, Dacer getötet zu haben.

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Mancaos eidesstattliche Versicherung veranlasste Dacers Kinder, das Justizministerium (DOJ) zu bitten, wieder eine neue Untersuchung zu starten und Lacson unter Anklage zu platzieren. Mancao kam im Juni 2009 in Manila an und plädierte auf nicht schuldig, zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfe vor Gericht. Später willigte er ein, Kronzeuge des Falles zu werden. Dumlao kam einen Monat später in die Philippinen und wurde von der Angeklagtenliste gestrichen.

Das DOJ klagte Lacson im Januar 2010, wegen zweifachen Mordes an. Das Gericht in Manila erließ einen Haftbefehl gegen den Senator. Doch bevor die Staatsanwaltschaft Anklage gegen ihn erheben konnte, floh Lacson aus dem Land. Er behauptete, er werde von der Regierung wegen seiner schädlichen Enthüllungen gegen die damalige Präsidentin Gloria Macapagal-Arroyo und ihren Ehemann, verfolgt.

Im August 2010, bei einem Auftritt vor Gericht, verweigerte Dumlao die Aussagen der DOJ-Anklage mitzutragen und sich nicht unterkriegen zu lassen, bei der Verteidigung von Lacsons Unschuld. Im Februar 2011 wies das Berufungsgericht die Doppelmord-Anklage gegen Lacson ab, da keine hinreichenden Momente vorlägen, die eine Anklage gegen Lacson rechtfertigten.

Später entschied das selbe Berufungsgericht, dass Mancao ein unzuverlässiger Zeuge sei, unter Hinweis auf Ungereimtheiten und Widersprüche in seinen eidesstattlichen Erklärungen. Im Januar 2012 wurde Mancao aus dem Zeugenschutzprogramm entfernt und dem NBI übergeben, nachdem der Oberste Gerichtshof das Urteil des Berufungsgerichts bestätigte und ihn als einen ungeeigneten Kronzeugen erklärte. Dadurch wurde Mancao plötzlich wieder zum Angeklagten.

Aquino wurde im Juni 2011 ausgeliefert, nach dem er in der USA wegen Spionage eine dreijährige Haftstrafe verbüßt hatte. Er plädierte auf nicht schuldig im Sinne der Anklage gegen ihn im Dacer-Corbito Fall. Das Gericht ordnete aus Mangel an Beweisen seine Freilassung im Dezember 2012 an.

Am Donnerstag ist nun Mancao aus dem Gefängnis ausgebrochen und befindet sich jetzt auf der Flucht. Er sollte in ein anderes Gefängnis verlegt werden und fürchtete dadurch um sein Leben. Hinter der Aktion vermutet Mancao den freigesprochenen Lacson.

Quelle: http://newsinfo.inquirer.net/401479/what-went-before-dacer-corbito-murders
und http://newsinfo.inquirer.net/401125/this-is-the-handiwork-of-lacson-mancao