Illegale OFWs erhalten 3-Monate Aufschub in Saudi-Arabien

7. Apr. 2013 – Der saudische König Abdullah hat gestern einen 3-monatigen Aufschub der Razzien gegen illegale Gastarbeiter angeordnet, die bereits zu Tausenden von Abschiebungen geführt haben, um den Ausländern eine Chance zu geben, ihre Papiere zu überprüfen.

Die weltweit führende Öl-Exportnation hat mehr als neun Millionen Gastarbeiter, deren Geldüberweisungen nach Hause, wichtige Einnahmen für Länder wie Jemen, Indien, Pakistan und den Philippinen darstellen. Mehr als 200.000 Ausländer wurden in den vergangenen Monaten bereits deportiert, sagte ein Beamter in dieser Woche.

Das harte Vorgehen ist Bestandteil der Arbeitsmarktreform des Landes, wodurch mehr saudische Staatsbürger in den privaten Arbeitsmarkt gebracht werden sollen, wo sie derzeit nur ein Zehntel der Belegschaft ausmachen. Die größte Wirtschaft im Nahen Osten wuchs um 6,8 Prozent im vergangenen Jahr, dennoch ist die Beschäftigungsquote unter den eigenen Staatsangehörigen sehr niedrig. Politisch befürchtet man, dass diese Arbeitslosigkeit, vergleichbar zu den nahe gelegenen Ländern, Impulse für Revolutionen liefern könnte.

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Unter saudischem Recht, müssen Gastarbeiter von ihrem Arbeitgeber gesponsert werden, aber viele wechseln den Arbeitsplatz ohne sich um ihre Aufenthaltspapiere zu kümmern. Dies hat bei Unternehmen dazu geführt, dass sie die strengen Quotenregelungen des Arbeitsministeriums für die Beschäftigung von Saudis umgehen und die Gastarbeiter unter einem anderen Unternehmen buchen. Unternehmen mit zu wenigen saudischen Mitarbeitern drohen Geldstrafen.

Dies hat auch einen Schwarzmarkt für Arbeitskräfte entstehen lassen, in dem Sonsoren illegal den Gastarbeitern für die Verlängerung ihrer Aufenthaltstitel Gebühren berechnen, obwohl sie tatsächlich für andere Sponsoren arbeiten.

Einige Unternehmen hatten deshalb in der vergangenen Woche Probleme ihren Betrieb aufrecht zu erhalten, da sich deren ausländische Arbeitnehmer nicht zur Arbeit trauten, aus Angst vor den Inspektoren, die ihre Aufenthaltsgenehmigungen überprüften. Eltern von Kindern an Privatschulen in Riad berichteten, dass in der vergangenen Woche ihre Kinder ungeplant frei hatten, da Lehrer zu Hause blieben, aus Angst vor Entdeckung durch die Inspektoren, da ihre Aufenthaltsdokumente nicht korrekt waren.


Quelle: http://www.abs-cbnnews.com/global-filipino/04/07/13/saudi-king-orders-3-month-delay-illegal-worker-crackdown