Handel mit geschützten Wildtieren: 22 Ameisenbären gerettet

24. Apr. 2013 – Die Behörden haben 23 Ameisenbären beschlagnahmt, die in einem Frachtboot versteckt waren, dem zweiten Fall von Verdacht des Schmuggels der unter Naturschutz stehenden Tierart, in einem Monat.

Die Küstenwache, die einen Tipp erhielt, fand am Samstag 22 lebende und einen toten Ameisenbär, die auch als Pangolins bezeichnet werden, auf einem Boot das noch in einem Hafen in Palawan lag.

Die Wildtiere, die vermutlich von der Insel entrissen wurden, waren für eine Lieferung nach Manila bestimmt. „Zumindest haben wir die 22 lebenden Pangolins wieder und werden jetzt versuchen, sie im Rettungszentrum zu rehabilitieren.“ berichtete ein Naturschützer.

Bereits Anfang dieses Monats wurde ein chinesischer Fischkutter im Tubbataha Reef gefunden, der Hunderte gefrorener Pangolins geladen hatte. Dies stellt eine Verletzung internationaler Regeln des Artenschutzes dar.

Die Besatzung wurde festgenommen und wegen Wilderei und illegaler Einreise angeklagt, während ihnen noch weitere Anklagen wegen des Handels mit geschützten Tierarten bevorstehen. Auf das Verbrechen steht Freiheitsstrafe bis zu 20 Jahren Gefängnis.

Die jüngste Beschlagnahme führte allerdings nicht zu Verhaftungen. Der Eigentümer der Ladung konnte nicht ermittelt werden. Die Regierung erwägt eine Anklage gegen den Bootseigner.

Die Tiere werden in weiten Teilen Asiens gejagt, wegen ihres Fleisches, Haut und Schuppen. In China werden sie als Delikatesse verzehrt und ihnen medizinische Kräfte nachgesagt. Auf den Philippinen werden sie nur in Palawan gefunden und Naturschützer befürchten, dass durch den Handel sie aussterben könnten.


Quelle: http://newsinfo.inquirer.net/396445/smuggling-of-23-more-live-palawan-pangolins-foiled