Estrada: Sein letzter ‚Schwanengesang‘ oder nur ‚Abgesang‘?

1. Apr. 2013 – In für ihn typischer bunter Modebekleidung, startete der von Korruption befleckte ehemalige philippinische Präsident Joseph Estrada, seinen Wahlkampf zum Bürgermeister von Manila gestern, in einem wie er es bezeichnete „letzten Schwanengesang“ (letztes Werk eines alternden Musikers).

Der einstige Filmschauspieler, der am 19. April 76 Jahre alt wird, sagte er wolle seine politische Karriere als Bürgermeister der Stadt, in der er geboren wurde und in deren Slums er noch immer sehr beliebt sei, beenden.

„Ich wurde in Manila geboren, hier wurde ich zunächst als Schauspieler berühmt und so schließt sich wieder der Kreis meiner Karriere. Aber dies ist meine letzter ‚Schwanengesang‘ in der Politik. Ich will einfach nur in Manila aufräumen und die Angelegenheiten in Ordnung bringen, bevor ich mich zur Ruhe setze.“ sagte er.

Estrada sagte weiter, seine erste Priorität sei eine Erneuerung in der Hauptstadt mit 1,6 Millionen Menschen, von denen viele in Slums lebten und von Kleinkriminalität geplagt würden. Er plane auch, die stetig steigende Kriminalität und die Korruption im Rathaus zu beenden.

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Der bekennende ehemalige Womanizer und Alkoholiker sagte, er könne noch immer einen Kilometer joggen und das sogar dreimal in der Woche. Er sei noch ausreichend gesund für die täglichen Strapazen die ein Bürgermeister von Manila habe. „Mein öffentlicher Dienst für die Menschen kennt keine Grenzen.“ sagte er. „Die Armen haben mich den ganzen Weg lang unterstützt. Und nun tue ich Ihnen einen Gefallen.“

Wenn er gewinnt, sagte Estrada, werde er seine Programme für die Armen fortsetzen, die gestoppt wurden, als er im Jahr 2001 aus dem Präsidentenamt verjagt wurde, auf halbem Weg seiner sechsjährigen Amtszeit.

Nach dem Marathon-Gerichtsverfahren, wurde er im Jahr 2007 wegen Korruption und Staatsplünderung verurteilt, bei der er Schmiergelder im Wert von Zig Millionen US-Dollar während seiner Präsidentschaft angenommen haben soll. Aber er wurde jedoch schnell von seiner „Nachfolgerin“ Gloria Arroyo begnadigt.

Estrada behauptet noch immer, dass sein Sturz eine Verschwörung zwischen der einflussreichen katholischen Kirche und den Gesellschafts-Eliten war, die seine populistischen Ideen fürchteten.


Quelle: http://www.journal.com.ph/index.php/news/national/47642-erap-this-is-my-last-hurrah-in-politics