Demokratische Wahlen? – NPA erpresst Wahlkandidaten

30. Apr. 2013 – Die NPA erpresst von Wahlkandidaten Millionenbeträge bei den aktuellen Wahlen und wird das Geld dazu verwenden, Waffen zu kaufen, berichtete ein hochrangiger Militärsprecher am Sonntag.

Generalmajor Jose Mabanta von der philippinischen Armee sagte, jeder Kandidat, der Zugang zu von Rebellen kontrollierten Gebieten haben will, bezahlt zwischen 50.000 und 5 Millionen Pesos. „Nach meiner Einschätzung bezahlt die Hälfte aller politischer Kandidaten, zumindest in meinem Bereich. Aber das ist auch in anderen Regionen ähnlich.“ berichtete er Reportern.

Rund 18.000 Fälle von Erpressungsversuchen wurden zur Mai-Wahl gemeldet, für unterschiedliche Bewerberpositionen, wie Bürgermeister, Governor und selbst Kongressmitglieder. „Mit diesen Beträgen, werden sie Waffen und Munition kaufen und u.a. auf diese Politiker, die diese finanzierten, abfeuern.“ sagte Mabanta.

Das eingenommene Geld übersteigt bei weitem die Beträge der Schutzgelderpressungen aus dem Bergbau, dem Holzschlag und anderen Geschäften in den ländlichen Gebieten, wo die NPA rund 4.000 Mitglieder unterhält, fügte er hinzu.

Letzte Woche, überfielen NPA-Rebellen die Bürgermeisterin von Gingoog City, Ruth Guingona, Mutter von Senator Teofisto Guingona und töteten dabei zwei ihrer Mitstreiter und verwundeten sie und zwei Polizisten.

Mabanta forderte von den Kandidaten, den NPA-Erpressungen nicht zu folgen und die NPA nicht um Erlaubnis zum Wahlkampf zu bitten. „Ihren Forderungen nachzugeben ist keine Garantie dafür, von der NPA nicht mehr belästigt zu werden.“ warnte er. Außerdem würden Strafanzeigen gegen die Kandidaten erhoben werden, die der NPA Schutzgeld bezahlten, fügte er hinzu.

Quelle: www.rappler.com/nation/27736-npa-rebels-extortion-candidates-elections