Sabah-Krise: Kirams Anführer schon lange getürmt?

17. März 2013 – Der Anführer der philippinischen Eindringlinge in Malaysia, ist angeblich geflohen, obwohl seine eigene Familie behauptet, dass er noch im Land sei.

Mehr als 200 Anhänger eines selbsternannten philippinischen Sultans drangen vor einem Monat auf der Insel Borneo in den malaysischen Bundesstaat Sabah ein, um seit langem ruhende Besitzansprüche Jamalul Kirams III wiederzubeleben.

Malaysische Kräfte starteten einen militärischen Angriff am 5. März gegen die Gruppe und zwangen sie aus einem Bauerndorf in die Flucht, wo sie sich zuvor verschanzt hielten.

Der Militärchef Zulkifeli Zin berichtete, die Geheimdienste behaupteten, dass Agbimuddin Kiram, dessen Familie ihn als Kronprinz des Sultanats Sulu ausgibt, es geschafft habe, sich den Sicherheitskräften zu entziehen und außer Landes zu fliehen.

„Er hat seine Männer zurück gelassen und floh in seine Heimat.“ wurde Zulkifeli zitiert. Aber seine Familie bestreitet, dass der jüngere Bruder des selbsternannten Sultans, Malaysia verlassen habe. Der Clansprecher Abraham Idjirani behauptet: „Das ist nicht wahr.“

Die lokalen Medien berichteten, dass man glaube, Kiram habe sich unter die malaysische Bevölkerung gemischt und noch vor dem militärischen Angriff zu Beginn dieses Monats, das Lager bzw. das Land verlassen.

Nach den neuesten Zahlen der Polizei, wurden 61 mutmaßliche philippinische Extremisten getötet. Ebenso kamen 8 Polizisten und 1 Soldat ums Leben. Die Behörden verhafteten mehr als 100 Menschen unter dem Verdacht, Verbindungen zu den Militanten zu haben.

Am Mittwoch sagte die philippinische Navy, sie habe 35 mutmaßliche philippinische Kämpfer festgenommen, als sie nach Hause fahren wollten. Die Gruppe enthielt angeblich nicht Kiram.


Quelle: http://www.abs-cbnnews.com/nation/03/16/13/leader-sabah-incursion-has-fled