Zwei philippinische Unwörter, die das Leben verkomplizieren

25. Feb. 2013 – Filipinos sind ein freundliches und zuvorkommendes Volk. Dies ist sogar ein Teil ihres Nationalstolzes, aber es kann auch ein Fluch sein! Denn dies ist auch der Grund dafür, dass viele von uns Filipinos ein Problem mit der Aussprache von zwei sehr einfachen Wörtern haben.

Das erste ist „NEIN“.
Das zweite „WARUM ?“

Weshalb ist das so? Nun, wahrscheinlich, weil wir so verdammt freundlich und zuvorkommend sind. Ebenso lassen uns diese beiden kurzen, aber kraftvollen Worte, wie ein Idiot klingen, vor allem wenn sie in einem Atemzug verwendet werden.

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Das ist das Problem. Niemand will ein Bösewicht sein. Aber die Aufgabenstellung ist, dass wir – und das tun wir oft – diese Angst böse zu wirken, zu ernst nehmen! So opfern wir am Ende das, was uns wichtig ist, anstelle dem, was anderen wichtig erscheint.

Das ist Irrsinn!

„Nein“ sagen macht niemanden zu einem schlechten Menschen. Es sagt lediglich damit den Menschen, dass man andere Prioritäten hat. Die Frage „Warum?“ ist auch nicht unhöflich! Sondern wie bei allem, macht der Ton die Musik. Es ist lediglich eine Einladung zur weiteren Diskussion, weshalb und warum man seine Prioritäten ändern sollte.

Man braucht keinen Grund, nein zu sagen. Es ist jedermanns Recht! Allerdings habe auch ich festgestellt, dass sich dies in der Theorie leichter anhört, als es in der Praxis dann tatsächlich ist.

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Die Wahrheit ist, wenn man „Nein“ sagt, dann hat man auch immer einen Grund dafür. Egal, ob man diesen erwähnen oder erklären will. Doch häufig gibt man eine einfache, einleuchtende Erklärung über den Verneinungsgrund, um den Gegenüber zu beschwichtigen. Fügt man jedoch ein „Warum?“ als Gegenfrage an, dann dreht man damit die Last der Erklärung um.

Beispiel?
„Würdest Du bitte das für mich tun?“
„Nein. Warum?“

Auch wenn wir uns davor scheuen, Nein zu sagen, das Nein ist entscheidend für unsere Produktivität, Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden. Ja zu den richtigen Dingen sagen und Nein zu einer Menge anderer Dinge. Wenn man nicht Nein sagen kann, ohne von Schuld oder Angst vor sozialer Kritik gelähmt zu werden, dann setzt man sich Stress, Ärger, Burnout und allen möglichen anderen Qualen aus.

Man kann das „Nein“, um es zu erleichtern, in eine kurze und vernünftige Erklärung verpacken, die dann der Aussage eine positive Note gibt. Dies kann ein „Vielleicht beim nächsten Mal …“ oder noch „Danke, dass Du an mich gedacht hast“ sein.

Ziemlich cool, oder? Und wenn man immer noch Angst davor hat, dass die Leute denken, man sei ein egoistischer Rüpel, dann stelle man sich doch einfach selbst die Frage:

„Warum?“

Autor: Chinie H. Diaz


Quelle: www.rappler.com/move-ph/33-editors-pick-moveph/22508-two-words-that-can-set-you-free