Worum geht’s im Streit über Sabah mit Malaysia?

19. Feb. 2013 – Im Oktober letzten Jahres, beschrieb Präsident Aquino die territorialen Streitigkeiten mit Malaysia über Sabah als zu diesem Zeitpunkt „ruhend“.

Doch während die Philippinen ihren Anspruch auf Sabah als „ruhend“ bezeichnen, hat das Land nie seinen Anspruch auf Sabah wirklich aufgegeben, obwohl Kuala Lumpur weiterhin eine jährliche Pacht an die Erben des Sultans von Sulu bezahlt. Die Philippinen beanspruchen Sabah (früher auch ‚Nord Borneo‘ genannt) auf Basis des historischen Besitzes des Gebietes, durch die Weitervererbung der Sultane von Sulu.

Nord Borneo, das zuvor dem Sultan von Brunei gehörte, wurde an den Sultan von Sulu im Jahr 1704 abgetreten, nachdem der Sultan von Sulu bei der Niederschlagung einer Rebellion gegen den Sultan von Brunei half, laut den Nachkommen des Sultans Jamalul Ahlam des Königreichs Sulu.

Sabah wurde an die britischen Kolonialherren verpachtet, aus denen nun Malaysia wurde. Im Jahre 1878 verpachtete Ahlam Sabah an die ‚British North Borneo Co.‘ für 5.300 mexikanische Goldstücke pro Jahr. Das Unternehmen zahlte zuverlässig bis 1936, als Sultan Jamalul Kiram II, der 32. Sultan von Sulu, starb.

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Der britische Konsul in Manila empfahl die Zahlungen zu stoppen, da Präsident Manuel L. Quezon den Nachfolger von Kiram II nicht anerkannte. Im Jahr 1950 ging Sultan Punjungan Kiram, Kronprinz des Sultanats zu diesem Zeitpunkt nach Kirams Tod, zum britischen Konsulat in Manila, um die Wiederaufnahme der Zahlungen zu fordern.

Die Erben von Kiram II strengten auch ein Gerichtsverfahren in Nord Borneo an, um die Wiederaufnahme der Zahlungen durch das britische Unternehmen zu erreichen. Das Unternehmen willigte ein paar Jahre ein, bis es seine Rechte an Sabah an das neu gegründete Malaysia im Jahr 1963 übertrug. Die neue Regierung übernahm die Zahlungen, jedoch in Ringgit.

Jedes Jahr überreicht die malaysische Botschaft in den Philippinen einen Scheck über 5.300 Ringgit (ca. 77.000 Pesos) an den Rechtsbeistand von Ahlams Nachkommen. Malaysia bezeichnet den Betrag als eine jährliche „Abtretungszahlung“ für das umstrittene Land, während des Sultans Nachfahren sie als „Pacht“ titulieren.


Quelle: http://globalnation.inquirer.net/64887/in-the-know-ph-claim-to-sabah-dormant-but-kl-pays-annual-rent