Obduktion an Lolong: keine Fremdkörper im Verdauungstrakt

12. Feb. 2013 – Philippinische Tierärzte führten heute eine Obduktion an dem Salzwasser-Krokodil „Lolong“ durch, da es Bedenken gibt, ob es an einer Misshandlung in seinem kleinen Gehege starb, wo es als Touristenattraktion diente.

Lolong, das rund 6,17 Meter groß war, starb an einer rätselhaften Krankheit am Sonntag, in seinem kleinen Gefängnis im Süden der Philippinen, wo es seit seiner Gefangennahme im Jahr 2011 in den Sümpfen, gehalten wurde.

„Wir wollen die wahre Ursache seines Todes herausfinden, damit es keine Falschinformationen oder Spekulationen gibt.“ sagte Mundita Lim, Leiterin des ‚Protected Areas and Wildlife Bureaus‘.

Lim sagte, das vollständige Ergebnis würde erst zum Wochenende vorliegen. Die Tierärzte fanden heute keine Spuren von Fremdmaterial im Inneren von Lolong, was Berichten widersprach, dass es nach dem Verzehr einer Kunststoff- oder Nylonschnur starb.

‚People for the Ethical Treatment of Animals‘ (PETA) beschuldigte die extreme Belastung für Lolongs Tod und wies darauf hin, dass große Krokodile auch eine große Fläche als ihren natürlichen Lebensraum beanspruchen. „Lolong litt und starb, weil Menschen Geld mit seiner Gefangenschaft machen wollten.“ sagte PETA in einer Erklärung.

Lim wollte dies nicht kommentieren, bevor die Ergebnisse der Autopsie vorliegen. Allerdings erkannte sie an, dass Krokodile bis zu 100 Jahre in der freien Wildnis alt werden, während Lolong nur etwa 60 Jahre alt war.


Quelle: www.rappler.com/nation/21626-necropsy-performed-on-lolong