Negros Massaker: NDFP rechtfertigt Zivilisten-Morde der NPA

11. Feb. 2013 – Die ‚National Democratic Front‘ (NDFP, der politische Arm der NPA) rechtfertigte am Sonntag, das kürzlich durchgeführte Massaker der NPA Rebellen, bei dem 9 Menschen in Negros Occidental ermordet wurden.

Der Vorsitzende der NDFP, Luis Jalandoni sagte, dass die Rebellen bei dem Überfall angeblich versuchten, Polizisten und Paramilitärs in La Castellana (Negros Occidental) zu entwaffnen, was ein „legitimes Ziel“ sei. „Die NPA konnte dabei hochkarätige Gewehre sowie weitere Schusswaffen beschlagnahmen, was beweist, dass die wichtigsten Passagiere und das Fahrzeug ein legitimes Ziel der NPA waren.“ ergänzte er in seiner Erklärung.

Bei dem Überfall vom 27. Januar, der von den Behörden als ein „Massaker“ bezeichnet wird, wurde das Leben von neun Menschen, darunter einem Polizisten ausgelöscht und 10 Zivilisten und zwei Polizisten verletzt. Jalandoni sagte, dass die Regierung, die zivilen und die Militärbehörden „lügen“ mit ihrer Behauptung, dass selbst Paramilitärs Zivilisten seien, da diese offenbar Mitglieder des ‚Barangay Peacekeeping Action Teams‘ waren.

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Er betonte, dass die Polizei und das Militär zuständig für das Kommando über den Fahrer und den LKW waren und die Zivilisten als deren Geiseln erachtet werden. Jalandoni bestritt auch vehement die Behauptung, dass den Erschossenen absichtlich in den Kopf geschossen wurde, wie es die Ermittlungen der Polizei zeigten. „Das ist eine glatte Lüge der Regierung und ihrer Behörden, für deren psychologische Kriegsführung.“ erklärte er weiter.

Jalandoni bestand darauf, dass die NPA Einheit einen Checkpoint betrieb und einen Warnschuss abfeuerte, um den LKW-Fahrer zu stoppen. Aber die Polizei und Paramilitärs schossen zurück auf die Rebellen, was die Schießerei auslöste. Jalandoni sagte, dass Regierung, Militär und Polizei diejenigen seien, die für Kriegsverbrechen schuldig gemacht werden sollten, da sie Paramilitärs mit Hochleistungswaffen ausstatte und nicht die 20 NPA Mitglieder, die von der Staatsanwaltschaft angeklagt würden.

Die Rebellen hatten den Opfern und ihren Familien humanitäre Hilfe angeboten, aber die Familien haben deren „Hilfe“ abgelehnt und gesagt, sie wollen lieber eine rechtliche Verurteilung der Mörder.


Quelle: www.rappler.com/nation/21452-rebels-justify-negros-occidental-ambush