Katholisches Philippinen gelähmt durch den Papstrücktritt

12. Feb. 2013 – Das katholische Philippinen steht seit gestern Abend 19:30 Uhr, als der Papst seinen Rücktritt ankündigte, unter Schock und Trauer. Schlagartig gab es nur noch ein Thema.

Viele Filipinos waren überrascht darüber, da sie gar nicht wussten, dass der Papst den Rücktritt als Option überhaupt besitzt. Die Meinung, dass dies ein Amt auf Lebenszeit ist, war bislang in der Mehrheit. Kritik wie sie aus anderen Ländern am Papst geübt wurde, gibt es in den Philippinen nicht. Stattdessen rufen die Kirchenfürsten ihre Gläubigen zu Gebeten auf.

Auch was die Nachfolge angeht, werden die Hoffnungen gefüttert, dass der nächste Papst ein Pinoy wird. Der Erzbischof von Manila, Kardinal Luis Antonio Tagle, wird durch die Medien gepeitscht, als sei dies schon beschlossene Sache. Konkurrenten finden, wenn sie denn überhaupt erwähnt werden, eine untergeordnete Rolle.

Dass sich die Politiker, gerade zu Zeiten des Wahlkampfes, gerne mit dem Thema in Verbindung bringen, verwundert nicht allzu sehr. Kaum jemand, der nicht seine Trauer, Dank und sonstigen Gefühle zum Ausdruck bringt. Hinweise, dass dieser Papst für eine Ablehnung der Ehescheidung steht oder gegen Verhütungsmittel ist, sind dann doch eher die Ausnahme.


Quellen: http://technology.inquirer.net/22997/netizens-shocked-saddened-by-resignation-of-pontiff
und www.rappler.com/nation/21566-tagle-joins-10-asians-to-choose-pope
und www.rappler.com/nation/21561-palace-filipinos-feel-sympathy-for-pope