Armutsgrenze: wie man unlösbare Aufgaben lösbar macht

11. Feb. 2013 – Wenn eine 5-köpfige Familie oberhalb der Armutsgrenze leben will, benötigt sie laut der ‚National Economic and Development Authority‘ (NEDA) schätzungsweise 258,96 Pesos pro Tag. Dies entspricht einem durchschnittlichen Einkommen von 7.768,80 Pesos pro Monat oder 93.225,60 Pesos pro Jahr.

Der Leiter der NEDA, Arsenio Balisacan sagte, dieses sind die Beträge, die ein Haushalt verdienen muss, um die Grundbedürfnisse wie Nahrung, Wasser oder Kleidung zu kaufen. Diese basieren auf Berechnungen zur Inflation von 2009 des ‚National Statistical Coordination Boards‘ (NSCB). Allerdings seien dies derzeit nur Schätzungen und die Behörden sammelten noch Daten des ‚National Statistics Office‘ (NSO) für das Jahr 2012.

Das NSO führte seine ‚Family Income Expenditure Survey‘ (FIES) im Jahr 2012 durch. Die Erhebung erfolgte bislang alle 3 Jahre. Doch ab 2013 soll die FIES jedes Jahr durchgeführt werden, damit die Regierung seine Fortschritte aufmerksamer verfolgen kann, bei der Verringerung des Armutsaufkommens des Landes.

Vor seinem Rücktritt in den Ruhestand, sagte der NSCB Generalsekretär Romulo Virola, das Land müsse die Armutsrate jedes Jahr bis zum Jahr 2015 um 2 Prozentpunkte reduzieren, um das Millennium Ziel, der Halbierung der Armut zu erreichen. Virola erklärte, dass mit einer neuen Methodik, die in der Armutsstatistik 2009 verwendet wurde, das Armutsaufkommen des Landes für das Jahr 1991 auf 33,1% neu berechnet wurde, statt der ursprünglichen 45,3%.

Mit diesem neuen Ausgangswert sei das Millennium Ziel nun leichter zu erreichen, da jetzt die Armutsrate nur noch um 16,5% bis zum Jahr 2015 zu reduzieren sei. Virola sagte, die Zwischenziele seien: 24,5% in 2011, 22,5% in 2012, 20,5% im Jahr 2013, 18,5% im Jahr 2014 und 16,5% im Jahr 2015.


Quelle: www.rappler.com/business/21431-how-much-does-a-family-need-to-keep-out-of-poverty